Wie EMF die Gesundheit von Kindern beeinträchtigen

Wie EMF die Gesundheit von Kindern beeinträchtigen

Haben Sie sich bereits über die Gefahren für die Gesundheit Ihrer Kinder durch EMF Gedanken gemacht? Als Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Freunde und Erziehungsberechtigte sind wir verantwortlich dafür, sicherzustellen, dass unsere Kinder gesund und behütet aufwachsen. Mit den Drahtlostechnologien und -geräten, die uns heute überall umgeben, ist es wichtig, dass wir über mögliche Sicherheitsrisiken gut informiert sind, um diejenigen zu schützen, die durch diese Technologien und Geräte am meisten gefährdet sind: unsere Kinder.

In diesem Artikel werden wir Ihnen helfen zu verstehen:

  • Wie Mikrowellenstrahlung, auch bezeichnet als „elektromagnetische Felder“ (EMF), die von Drahtlosgeräten und Mobiltelefonen emittiert wird, schädlich für die Gesundheit von Kindern sein kann.
  • Warum Kinder einem höheren Risiko ausgesetzt sind als Erwachsene.
  • Welche Quellen wir haben, die dies unterstützen.
  • Wie wir Kinder gegen EMFs zu Hause schützen.

EMF & Gesundheit − ein Baby und ein iPhone

Stellen Sie sich Folgendes vor: ein süßer, kleiner Junge. Er ist erst ein paar Wochen alt. So zerbrechlich, mit seiner süßen kleinen Nase, seinen weichen Wangen und winzigen Fingern. Und ein iPhone, das beruhigende Musik spielt – und sich nur wenige Zentimeter neben seinem kleinen Kopf befindet.

Wie könnte dieser eigentlich gut gemeinte Akt elterlicher Liebe, den ich selbst miterlebt habe, die Gesundheit des Babys beeinträchtigen?

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, lesen Sie weiter.

Mikrowellenstrahlung (EMF): potenzielles Karzinogen der Klasse 2B

Die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angegliederte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC, International Agency for Research on Cancer) erklärte sehr bekannte Stoffe wie etwa Chloroform, DDT, Blei, Nickel, Benzin und Dieselkraftstoff zu potenziellen Karzinogenen (krebserregender Stoff beziehungsweise Medium) der Klasse 2B (zweithöchste Stufe der IARC-Klassifikation).

Als Erwachsene würden wir nicht im Traum daran denken, ein Kind diesen chemischen Stoffen auszusetzen, und genauso müssen wir auch denken, wenn es um Mikrowellenstrahlung geht. Seit 2011 befindet sich Mikrowellenstrahlung ebenfalls auf der Liste der potenziellen Karzinogene der Klasse 2B.

Im Jahre 2014 stellten Forscher des Environmental Health Trust und der University of California einen umfassenden Überblick über Peer-Review-Studien (von Fachkollegen begutachtete Studien) zur Strahlungsexposition von Mobiltelefonen zusammen, die zwischen 2009 und 2014 durchgeführt wurden. Dieser Überblick wies auf einige besorgniserregende Auswirkungen von Mikrowellenstrahlung hin, unter anderem das durch sie herbeigeführte erhöhte Risiko von oxidativem Stress, Hirn- und Ohrspeicheldrüsentumoren.

Nehmen Kinder mehr EMF als Erwachsene auf?

Viele Studien zeigen, dass Kinder tatsächlich mehr Strahlung aufnehmen als Erwachsene, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Ihr Gehirn ist absorptionsfähiger.
  • Ihre Schädelknochen sind dünner.
  • Ihre Kopfgröße ist kleiner.

Praktisch ausgedrückt: Wenn meine vierjährige Nichte und ich, eine 36-jährige erwachsene Frau, mit einem direkt an den Kopf gehaltenen Mobiltelefon über dieselbe Zeitdauer telefonieren, dann wird sie, das Kind, in dieser Zeit mindestens zwei- bis dreimal so viel Strahlung absorbieren wie ich, eine Erwachsene. Joe Wiart, ein leitender Forscher und Wissenschaftler für French Telecom and Orange, bestätigte dies in einer 2008 veröffentlichten Studie.

Im Jahre 2010 zeigte eine weitere Studie, die von einem Forschungsteam am Institute of Physics and Engineering in Medicine im Vereinigten Königreich durchgeführt wurde, dass vor allem das Knochenmark von Kindern zehnmal so viel Strahlung absorbiert wie das Knochenmark von Erwachsenen.

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Strahlungsabsorptionsraten bei Kindern und Erwachsenen

Quelle

Weitere signifikante Auswirkungen von EMFs auf das Gehirn von Kindern:

  • Lern- und Gedächtnisstörungen
  • Symptome, die in Beziehung stehen mit der sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Erhöhtes Absterben von Nervenzellen
  • Anomalien und Degeneration von Nervenzellen und -gewebe.

10 Tipps zum Schutz der Gesundheit Ihrer Kinder vor EMF

Es ist nahezu unmöglich, eine Strahlenbelastung durch EMF komplett auszuschließen beziehungsweise zu vermeiden, vor allem außerhalb der eigenen vier Wände. Doch es gibt einige nützliche Dinge, die wir umsetzen können, um unsere Kinder zu Hause zu schützen. Hier sind zehn hilfreiche Tipps:

  1. Begrenzen Sie die Gesamt-Strahlenbelastung durch Mobiltelefone, WLAN-Router und Babyfone auf ein Minimum.
  2. Benutzen Sie außerdem Mobiltelefone und Drahtlosgeräte mit geringeren Strahlungsemissions- beziehungsweise SAR-Werten.
  3. Wenn Sie ein Babyfon benutzen, platzieren Sie es vom Babybettchen so weit weg wie möglich. Zudem rät das Federal Office for Radiation Protection (US-Bundesamt für Strahlenschutz), Babyfone mit wiederaufladbaren Batterien statt mit Netzanschluss zu benutzen, da diese weniger Strahlung emittieren.
  4. Entfernen Sie darüber hinaus Mobiltelefone aus Kinderschlafzimmern.
  5. Benutzen Sie ein schnurgebundenes Festnetztelefon. Vermeiden Sie folglich auch den Gebrauch von schnurlosen Telefonen.
  6. Wenn Sie ein schnurloses Telefon benutzen, stellen Sie sicher, dass Sie es auf dem Flur platzieren. Außerdem sollten Sie unter allen Umständen die Aufstellung eines solchen Telefons in Schlafzimmern vermeiden.
  7. Schalten Sie Ihren WLAN-Router und alle Mobilgeräte nachts komplett ab.
  8. Lassen Sie Ihre Kinder schnurlose oder Mobiltelefone nur verwenden, wenn es absolut notwendig und nicht vermeidbar ist.
  9. Beaufsichtigen und begrenzen Sie Dauer und Umfang der Verwendung von Mobilgeräten mit auf dem Markt verfügbaren Apps wie etwa FamilyTime.
  10. Informieren Sie Ihre Kinder über EMFs und ihre Auswirkungen. Führen Sie mit ihnen Gespräche darüber. Es lohnt sich, früh damit zu beginnen.

Quellen

Autorin

Veronika Appleford Divincova, Forschungsassistentin bei Waveguard.

Ich glaube, dass wir mit mehr Wissen und Verständnis bessere Entscheidungen im Leben treffen können.

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