Sind alle EMFs (elektromagnetische Felder) gesundheitsschädlich?

Sind Sie daran interessiert, dass Ihre Familie gesund bleibt? Wenn ja, ist Ihnen wahrscheinlich schon einmal der Begriff „EMFs“ (elektromagnetische Felder) begegnet – vor allem in Bezug auf Mobiltelefone, WLAN-Router, Laptops oder „Smart Meter“ (Stromzähler, die digital Daten empfangen, senden und dazu in ein Kommunikationsnetz eingebunden sind). Aufgrund der unvorteilhaften Einflüsse dieser Geräte auf unser Wohlbefinden haben EMFs sich im Laufe der Zeit einen sehr schlechten Ruf erworben. Doch handelt es sich immer um dieselbe Art von EMFs? Oder anders gefragt: Sind alle EMFs gesundheitsschädlich?

Die Antwort ist: NEIN, sie sind es nicht. Bestimmte Arten von elektromagnetischen Feldern sind natürlichen Ursprungs und ein wesentlicher Bestandteil des Lebens auf der Erde, wie wir es kennen. Und bestimmte Arten von EMFs können sogar für therapeutische Zwecke eingesetzt werden, um zum Beispiel die Heilungszeit bei einem Knochenbruch zu verkürzen.

 

Im Folgenden werden wir erklären:

  • Was sind elektromagnetische Felder?
  • Wie treten sie in der Natur auf?
  • Was genau ist das Problem mit den von Menschen gemachten Mobilfunk-EMFs?
  • Wie können Sie Ihre Familie vor den gesundheitsschädlichen Auswirkungen von EMFs schützen?

 

Was sind elektromagnetische Felder?

Im Grunde kommen wir alle in einem „Meer“ von elektromagnetischen Feldern zur Welt. Ähnlich wie die Schwerkraft, die dafür sorgt, dass wir die „Bodenhaftung“ nicht verlieren, sind auch EMFs eine der grundlegenden physikalischen Kräfte der Natur.

 

Sie sind eigentlich eine Kombination elektrischer und magnetischer Felder, und sie treten in verschiedenen „Formen“ und „Größen“ auf.

 

In der Darstellung unten können Sie sehen, dass elektromagnetische Wellen sich hinsichtlich ihrer Wellenlänge (der Abstand von Wellenberg zu Wellenberg) und Frequenz (wie schnell die Polarität der Welle wechselt) unterscheiden. Anhand dieser Kriterien können wir die unterschiedlichen Wellen in einem sogenannten „elektromagnetischen Spektrum“ anordnen.

 

Quelle

 

EMFs: eine kurze Erklärung für technisch interessierte Leser

Elektromagnetische Felder sind im Grunde physische Kraftfelder, die von elektrisch geladenen Objekten erzeugt werden. Sie sind im Stande, das Verhalten anderer geladener Objekte in ihrer unmittelbaren Nähe zu beeinflussen, und sie können als Kombination eines elektrischen und magnetischen Feldes betrachtet werden. Das elektrische Feld wird von stationären Ladungen (kein Ladungsfluss) erzeugt, das magnetische von sich bewegenden Ladungen (Strömen).

 

Ein elektromagnetisches Feld wird durch seine Frequenz und seine Wellenlänge definiert, wobei Frequenz und Wellenlänge direkt miteinander in Bezug stehen: je höher die Frequenz, desto kürzer die Wellenlänge.

 

Wie treten EMFs in der Natur auf?

Quelle; Dank an: Peter Reid (peter.reid@ed.ac.uk), 2009

 

Hier sind einige Beispiele von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern wie wir sie in der Natur vorfinden. Viele von ihnen sind für Lebewesen nicht schädlich:

  • Wir sehen elektrische Felder, erzeugt durch eine örtliche Anhäufung elektrischer Ladungen, wie etwa in der Erdatmosphäre beim Auftreten von Gewittern.
  • Tiere, wie etwa Vögel oder Fische, benutzen das Erdmagnetfeld zur räumlichen Orientierung und Navigation. Eine Kompassnadel tut dasselbe, wenn sie sich in Nord-Süd-Richtung ausrichtet.
  • Ihr Körper erzeugt sein eigenes elektromagnetisches Feld (Wir bestehen alle aus Atomen!). Nur auf diese Weise können Sie als einzelne Entität existieren.
  • Licht und Farben sind Teil des natürlich auftretenden elektromagnetischen Spektrums.
  • UV-Licht wird von der Sonne abgestrahlt.

 

Von Menschen erzeugte EMF-Quellen

Die Tatsache, dass Sie Ihre Lieblingsradiostation hören, Ihr Mobiltelefon benutzen, fernsehen, sich mit einem WLAN-Netz verbinden oder Röntgenstrahlen verwenden können, um ein gebrochenes Bein zu diagnostizieren – dies alles sind Beispiele für EMF-Quellen in Aktion, die vom Menschen erzeugt werden. Selbst der elektrische Strom, der zum Beispiel die Geräte in unserem Heim betreibt, verfügt über EMFs, wenn auch nur mit sehr niedriger Frequenz.

 

Quelle

 

Und was ist das Problem mit den vom Menschen erzeugten EMFs, die von Mobiltelefonen, Mobilfunkmasten oder WLAN-Routern ausgehen?

Dr. Devra Davis, die Präsidentin des Environmental Health Trust, erklärt, dass der Einfluss, den EMFs ausüben können, von der Beschaffenheit der Wellen abhängt, die sie aussenden.

 

Stellen Sie sich für einen Moment vor, Sie hören gerade Ihren Lieblingssong. Er hat einen regelmäßigen Rhythmus, eine bestimmte Melodie – und gibt Ihnen ein großartiges Gefühl.

 

Nun stellen Sie sich außerdem vor, jemand erhöht oder verringert wahllos und willkürlich die Lautstärke des Songs oder schaltet gar das Radio stumm und dann wieder auf Empfang. Fügen Sie dem noch einige zufällig auftretende Empfangsstörungen hinzu, wie etwa wenn Sie im Auto unterwegs sind und das Empfangssignal immer wieder unterbrochen wird. Nun, das großartige Gefühl wird sich wohl nicht mehr so einstellen wie zuvor, oder?

 

Die Natur und Beschaffenheit der Mikrowellen, die von Mobiltelefonen, Mobilfunkmasten, WLAN-Anlagen und anderen Technologien ausgeht, erzeugt ein ähnliches Phänomen. Denn diese Wellen sind digital gepulst, sprunghaft und äußerst unregelmäßig in ihrem Fluss.

 

Stellen Sie sich vor, Ihre Zellen „hören“ diese gepulsten Mikrowellen und reagieren auf die Pulsation tausende von Minuten pro Monat, viele Stunden pro Woche, über Ihr ganzes Leben hinweg. Wie fühlt sich wohl Ihr Körper dabei an?

 

Die Wahrheit ist: Unser Körper verfügt nicht über die Fähigkeiten oder Mechanismen, sich an die explosionsartigen Pulsationen solcher sprunghaft-unregelmäßigen Signale anzupassen. Außerdem ist es auch schwierig zu bestimmen, wie hoch die genaue Strahlendosis ist, die auf Ihren Körper zu jedem gegebenen Zeitpunkt und an jedem bestimmten Ort einwirkt.

 

Nach Dr. Beverly Rubik, einer Biophysikerin und Forscherin, kommt es bei wiederholter Einwirkung solcher digital gepulster Mikrowellen auf den Körper zu einem sogenannten „akkumulativen Effekt“, das heißt zu Anhäufungswirkungen – und in manchen Fällen sogar zur sogenannten „Elektrosensibilität“, einer Überempfindlichkeit gegen bestimmte Arten von elektromagnetischen Feldern.

 

Und aus der bisher betriebenen Forschung lässt sich sogar ableiten, dass diese Arten von künstlichen EMFs einige gesundheitsschädliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben, einschließlich eines Risikos für Unfruchtbarkeit, neurologische Erkrankungen, verstärkte Entzündungen und selbst Krebs.

 

Wie können Sie Ihre Familie vor den schädlichen Auswirkungen von EMFs schützen?

Ärzte, Chirurgen und Biomediziner der Global Campaign for Safer Cell Phones (weltweite Kampagne für sicherere Mobiltelefone) empfehlen:

  1. Halten Sie das Mobil- oder Schnurlostelefon nicht direkt an Ihren Kopf oder Körper. Verwenden Sie stattdessen den Lautsprecher des Telefons oder eine Freisprecheinrichtung.
  2. Greifen Sie, wenn möglich, aufs Festnetztelefon zurück. Denn dieses ist sicherer, da auch Schnurlostelefone Mikrowellen abstrahlen.
  3. Achten Sie auf schwache Funksignale und vermeiden Sie diese möglichst. Der Grund: Ihr Mobiltelefon muss „härter arbeiten“, das heißt verstärkt Mikrowellen abstrahlen, um Verbindungen herzustellen, wenn das Signal schwach ist oder anderweitig blockiert wird.
  4. Schützen Sie Kinder und schwangere Frauen. Kinder (und Ungeborene) absorbieren doppelt so viel Strahlung wie Erwachsene.
  5. Männer, die sich einen Kinderwunsch erfüllen und Vater werden wollen: Vorsicht! Denn die männlichen Spermien sind besonders anfällig für Schäden durch Mikrowellenstrahlung.
  6. Schreiben Sie keine Textnachrichten, während Sie in Bewegung sind. Sei es Auto oder Rad fahren, Rollerskaten, Gehen oder Ski fahren. Sie sind in solchen Momenten abgelenkt. Millisekunden können dann über Leben und Tod entscheiden.

 

Quellen

 

Autorin

Veronika Appleford Divincova, Forschungsassistentin bei Waveguard.

Ich glaube, dass wir mit mehr Wissen und Verständnis bessere Entscheidungen im Leben treffen können.

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