Weshalb es mobilfunkkritische Studien seit den Anfängen schwer haben

Wer sich umfassend mit Mobilfunk und seinen schädlichen Wirkungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Insekten und Umwelt befasst, findet neben der positiven Berichterstattung zahlreiche seriöse mobilfunkkritische Studien und Hinweise. Diese zeigen, dass es sich eigentlich um eine gesundheitsgefährliche Technologie handelt, mit der wir seit langem militärisch, politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und auch persönlich im Alltag „flirten“. Dennoch wird Mobilfunk allgemein als ungefährlich eingestuft. Für Hinweise auf Gesundheitsrisiken gäbe es angeblich keine Studien, während parallel Professoren, Doktoren und Wissenschaftler seit den Anfängen der Funktechnologie negative Forschungsergebnisse präsentieren. Die tiefere Auseinandersetzung mit diesen Widersprüchen offenbart eine Reihe unfairer, ja sogar unseriöser oder krimineller Vorgehensweisen gegenüber Kritikern, die an einen „Verschwörungskrimi“ erinnern.

Dieser Beitrag setzt sich mit jener schwierigen Thematik auseinander, um dem Leser einen ganzheitlichen Blick auf den umstrittenen Mobilfunk zu geben und zu einer ungeschminkten kontroversen Auseinandersetzung einzuladen. Wobei folgende Fragestellungen untersucht werden:

  • Wie ist es möglich, dass wir die erdrückende Beweislast tausender mobilfunkkritischer Studien seit Jahrzehnten ignorieren?
  • Und weshalb konnte sich weltweit diese eigentlich nicht so „unbedenkliche Technologie“ verbreiten?
  • Wurden und werden wir hier vielleicht manipuliert und wenn ja, von wem?
  • Sind wir womöglich selbst Teil des Problems geworden?
  • Wohin wird das noch führen, jetzt, wo der neue, viel stärkere, weltweit flächendeckende 5G-Funk kommt?
  • Und wie können wir uns aus dem Dilemma befreien?

Erdrückende Beweislast zu mobilfunkkritischen Studien

1930−1950

Bereits mit den Anfängen des Mobilfunks in den 1930er-Jahren gab es Probleme im Umfeld der ersten Funkanlagen: Bewohner, die in der Nähe solcher Anlagen lebten, litten unter Unruhe, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, … und all dem, was man heute unter dem Oberbegriff Elektrosensibilität oder „nichtthermische Wirkungen“ kennt. Nur, dass man diese Beschwerdehäufung damals als „Funkerkrankheit oder Radiowellensyndrom“ kannte (siehe im Beitrag zu Dr. Erwin Schliephakes Forschungsarbeit aus dem Jahr 1932 zum Radiowellensyndrom).

Während des Zweiten Weltkrieges wurden diese schädlichen Wirkungen dann sogar gezielt für militärische Zwecke zur Feindabwehr oder als Waffentechnologie genutzt. Und nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er-Jahre von den Geheimdiensten und Militärs systematisch auf ihre weiteren militärischen Möglichkeiten in zahlreichen geheimen Projekten genauestens studiert.

Ab 1950

Spätestens in den 1950er-Jahren erkannte auch die Führung des US-Militärs, dass Funkwellen, Radar und Co. problematisch für die Gesundheit der Soldaten oder Menschen überhaupt sind. Beunruhigt, da man auf Radar und Funk nicht verzichten wollte, suchte man nach Lösungen, wie man damit verfahren solle, da Mobilfunk bald auch für den zivilen Bereich eingesetzt werden sollte. Den idealen Vorschlag unterbreitete der 1947 aus Deutschland in die USA immigrierte Biophysiker Paul Hermann Schwan (1915−2005), der den beunruhigten Militärs eine „neue“ Formulierung anbot, womit das Thema der kritischen Wirkungen „entschärft“ werden würde, die da lautete:

Mobilfunk besitze nur thermische, (den Körper erwärmende) Wirkungen. Es gäbe keine andere Wirkung, da diese gegen die Gesetze der Natur und wissenschaftliche Forschung verstoßen würde.“

Prof. Dr. Franz Adelkofer im Interview, 2020

Was heute tausendfach durch eben jene kritischen Studien widerlegt ist, aber immer noch (als veraltetes Argument der Befürworter und Netzbetreiber) für den uneingeschränkten Netzausbau, die Handynutzung usw. als Hauptargument Verwendung findet. Wie wir leicht auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz nachlesen können. Wo es zu den Wirkungen von hochfrequenter Strahlung heißt:

„Hochfrequente elektromagnetische Felder werden von biologischen Systemen aufgenommen und führen in erster Linie zu einer Erwärmung. Die physikalische Grundlage dieser thermischen Wirkung ist gut bekannt und unstrittig. Fraglich sind mögliche biologische Wirkungen nichtthermischer Art im Bereich niedriger Intensitäten hochfrequenter Strahlung, deren Existenz bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurde, die aber weiterhin erforscht werden.“

1960−2020

Diese aktuelle Aussage vom Juni 2022 des Bundesministeriums für Strahlenschutz (BfS), dass es KEINE wissenschaftlich nachgewiesenen Studien zu nichtthermischen Wirkungen gibt, wird sofort widerlegt, wenn wir mit einem Mausklick auf allein 1.500 Studien aus Russland von 1960−1996 zu nachgewiesenen biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder bei 0−3 GHz Leistung auf den Menschen stoßen. Die vom damaligen Bundesministerium für Telekommunikation am 14.11.1996 in Auftrag gegeben wurde (Au-Nr. 4131/630 4002). Wobei Russland wohl daraus schlussfolgernd seine Grenzwerte − ähnlich wie Polen, Italien und die Schweiz − um ein Vielfaches niedriger, bei etwa 6,14 V/m, als der EU-Durchschnitt (etwa 61 V/m) festlegte.

„Politische“ Grenzwerte?

Zu diesen in Europa vom ICNIRP (ein privater, einflussreicher Verein mit Sitz in München) empfohlenen und von der Politik zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung festgelegten sehr unterschiedlichen Grenzwerten gibt es auch wieder recht merkwürdige „Erklärungsmodelle“. So heißt es bei www.informationszentrum-mobilfunk.de:

„Staaten, die sich gegen die Grenzwertempfehlungen der ICNIRP entschieden haben, begründen dies meist mit dem Wunsch nach erhöhter Vorsorge. Derartige Vorsorgegrenzwerte gibt es unter anderem in Italien, Belgien, der Schweiz und Liechtenstein, in Luxemburg sowie in Russland und Polen. Die Höhe dieser Grenzwerte ist politisch festgelegt und stützt sich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse.“

Woraus sich ableiten lässt, dass Politiker und nicht Wissenschaftler die gesundheitlichen „Vorsorge-Grenzwerte“ jeweils etwas mutiger oder ängstlicher festlegen. Wobei sich diese Grenzwerte dann aber nicht an der Gesundheit, sondern an der Wirtschaft orientieren:

„Die Strahlungswerte der Mobilfunknetze liegen zwar unter den Grenzwerten, aber diese Grenzwerte orientieren sich nicht an der Gesundheit.“
Prof. Dr.-Ing. Günter Käs, Bundeswehruniversität im Jahr 2000

Und es offensichtlich innerhalb und außerhalb der EU-Politik keine richtige Klarheit darüber gibt, ab wann es dann nun tatsächlich gesundheitlich bedenklich wird oder nicht. Da diese Vorsorgegrenzwerte im Ländervergleich stark abweichen. (siehe Abb.1)

Abb. 1 Die politisch festgelegten Grenzwerte des Mobilfunks

Abb. 1: Die politisch festgelegten Grenzwerte des Mobilfunks, Bildquelle: https://www.informationszentrum-mobilfunk.de/sites/default/files/styles/large/public/medien/Grenzwerte_Elektrm_Felder_Mobilf_2011.jpg?itok=bHKu0LZ3

Weitere mobilfunkkritische Studien

Natürlich sind die 1.500 Studien zu den politisch und wirtschaftlich unbequemen nichtthermischen Wirkungen aus Russland nur die „Spitze des Eisberges“, wie man so schön sagt. Denn dem Suchenden wird bei der Recherche und dem Besuch von mobilfunkkritischen Webseiten wie:

… schnell bewusst, dass es tausende weiterer Studien zu nichtthermischen Effekten auf Menschen, Tiere, Versuchstiere, Insekten und Pflanzen gibt. Die jedoch laut Netzbetreiber oder Politik – egal wie wissenschaftlich exakt durchgeführt – allesamt:

  • „nicht relevant“ sind,
  • einem „Irrtum“ unterliegen (müssen),
  • „unkorrekt durchgeführt“ oder „womöglich gefälscht“ wurden,
  • oder auf den Menschen „nicht anwendbar und übertragbar“ sind,
  • „psychisch eingebildet“ statt physischer Natur sein müssen
  • oder einfach in der Argumentation verschwiegen werden.

Da es – wie Herr Schwan Ende der 50er-Jahre vorschlug, offiziell seit über 70 Jahren nur thermische und keine anderen „gesicherten“ Erkenntnisse gibt. Man aber bezüglich der nichtthermischen Wirkungen „offenbleiben“ und noch „forschen“ müsse oder wolle.

Gerichtsurteile zugunsten nichtthermischer Wirkungen

Noch skurriler wird es, wenn Gerichtsurteile zugunsten namhafter Forscher ausfallen, die mit ihren Studien zu erschreckenden Ergebnissen in der Wirkung des Mobilfunks und hochfrequenter Felder kommen. Und diese Forscher die Größe haben, dem Gegendruck nicht nachzugeben. Wie Professor Adlkofer († 2022), Leiter der von der EU finanzierten REFLEX-Studie (2000−2003), der mir Ende 2020 in einem Telefonat mitteilte, dass er vor Gericht nun in letzter Instanz nach vielen Jahren gerichtlicher Auseinandersetzung gegen spekulative Fälschungsvorwürfe gewonnen und seine Studie von jeglichen Fälschungsvorwürfen seitens eines gewissen Prof. L. freigesprochen wurde.

Womit diese Forschung, die auf Gen-, Zellschäden- und Krebsrisiko verwies, heute eigentlich als unwiderlegbarer Beleg für die schädliche Wirkung des Mobilfunks gelten müsste. Doch weit gefehlt, denn wer hier logisch denkt, der irrt, da öffentlich immer noch behauptet wird, dass dieser Zusammenhang fehlt:

Zitat:

„Die Reflex-Studie hatte zunächst scheinbar gezeigt, dass bei extrem starken Feldern ein reproduzierbarer Zusammenhang zwischen alltäglicher elektromagnetischer Strahlung und Zellschädigungen bestehen kann. Diese Laborergebnisse ließen, auch unter der Annahme, dass sie richtig sind, keinen Schluss auf Krankheiten zu, die durch derartige Strahlung hervorgerufen werden.“

Die gesamte Mobilfunkindustrie unter Anklage

Öffentlich wenig bekannt, diskutiert und verschwiegen wird aber noch ein anderes Dilemma der Mobilfunkindustrie: Dass nämlich die gesamte Mobilfunkindustrie in einem weiteren beispiellosen Prozess in den USA angeklagt wurde und ebenfalls in letzter Instanz vor dem höchsten Gericht verlor. Was in seinem gesamten Ausmaß aber dem Interessierten Laien und Nutzer erst durch die Dokumentation „THANK YOU FOR CALLING“ offenbart wird. Welche den mutigen Forscher „Professor Dr. Carlo“ in seinem Kampf um Rechtschaffenheit und Aufklärung begleitet. Der ebenfalls in den Ergebnissen seiner sechsjährigen und sogar mit 25 Millionen Dollar teuersten, von der Mobilfunkindustrie selbst finanzierten und in Auftrag gegebenen sehr umfangreichen Studie schädliche Wirkungen nachwies. Womit er sich viele mächtige Feinde machte (siehe auch in: Der Handykrieg).

Vieltelefonieren und Krebs

Interessant wird es rund um den angeblich unschädlichen Mobilfunk, wenn Gerichte neben Forschern wie Prof. Carlo oder Adlkofer auch Betroffenen in öffentlich für Aufsehen erregenden Prozessen durch eingehende Prüfung der Sachlage, Recht auf Schadensersatz zusprechen. Und somit – wie in Italien 2020 gerichtlich bestätigt wurde − den Geschädigten eine Entschädigung (Rente) zusprechen und zeigen, dass Handytelefonieren, wie Adlkofer und Carlo nachwiesen, tatsächlich Gehirntumor auslösen kann. Womit wir nun eigentlich alle wach werden müssten. Doch das Gegenteil geschieht und Mobilfunk, Handykonsum, DSL-Router oder auch die heimische Mikrowelle in der Küche gelten weiterhin als unbedenklich. Obwohl es auch Forschungen zur schädlichen Wirkung von Mikrowellennahrung gibt.

Wie Mobilfunk als unschädlich erklärt wird

1. Leugnung

Wir könnten dieses Szenario jetzt mühelos über viele hundert Seiten anhand von gesundheitlich bedenklichen Forschungsergebnissen und den Gegenargumenten fortsetzen. Und hätten damit einige Ordner an Beweislast, um die Aussage „Mobilfunk ist gesundheitsgefährlich“ durch wissenschaftliche Forschung zu stützen. Während die Befürworter immer noch dagegen argumentieren oder leugnen:

  • es gäbe all das nicht.
  • diese (zu einem schädlichen Ergebnis kommenden) Studien seien unseriös,
  • nicht wiederholbar,
  • unter falschen Gesichtspunkten durchgeführt,
  • umstritten (womöglich gefälscht),
  • auf den Menschen nicht übertragbar,
  • gelten als widerlegt,
  • müssen (als Wirkungen) erst noch erforscht werden usw.

Wobei die Wortwahl hier immer sehr interessant ist. Denn Mobilfunkstudien, die thermische oder positive Resultate erzielen (unbedenklich sind), gelten als gesichert. Und alle anderen als „zweifelhaft, ungesichert, Irrtum, nicht nachgewiesen, […]“ und was auch immer. Der Leser kann sich das selbst näher anschauen.

Dadurch wird gezielt Zweifel an kritischen Studien gestreut, da der Nutzer sich im Alltag oftmals mit den Aussagen der Behörden, Ämter, Politiker und Netzbetreiber zufriedengibt. Denn es wurde ja angeblich „seriös“ geforscht und untersucht und wenn etwas „zweifelhaft“ ist, sollte man sich damit nicht näher befassen. Weshalb man hier den offiziellen Stellen (unwissend?) vertraut.

2. Widerlegung der Gefährlichkeit

Gleichzeitig versucht man Studien, die Gesundheitsrisiken zeigen, durch eigene Studien „mobilfunkfreundlicher Wissenschaftler, Labore oder Institutionen“ zu widerlegen. So entsteht der öffentliche Eindruck „alles sei sicher“. Da man dem Käufer signalisieren kann: „Schau, wir haben diese und jene Studie, von einem ‚ordentlichen‘ Labor oder Forscher gemacht; und alles ist unschädlich. Lass dich also nicht von den Kritikern ‚verrückt‘ machen.“

Nun, Professor Karl Hecht, ein langjähriger Mobilfunkkritiker, berichtet in einem Interview dazu, dass diese „Unbedenklichkeitsstudien“ der Netzbetreiber und Politik einer näheren wissenschaftlich-seriösen Prüfung nicht standhalten. Da sie in einem viel zu kurzen Zeitrahmen von wenigen Monaten, Tagen oder maximal ein bis zwei Jahren gemacht wurden. Was keine eindeutigen Beurteilungen über Langzeitfolgen erlaubt. Während kritische Studien nach drei, fünf, sechs oder zehn Jahren im Vergleich dazu sehr wohl zu schädlichen Ergebnissen kommen. Man umgeht also die langfristige Forschung und kann dann sagen: „Wir haben hier geforscht und sind zu keinem gesundheitsgefährlichen Ergebnis gekommen.“ Also ist Mobilfunk „ungefährlich“. Was dann für Behörden und Institutionen oder Politik und Netzbetreiber in der Argumentation für ihre „Unbedenklichkeitszertifikate“ verwendet wird.

Elektrosensibilität oder Zusammenhänge zwischen Elektrosmog und steigendem Burnout oder chronischen Krankheiten, die im Zusammenhang mit dem ständig wachsenden Netzausbau gebracht werden könnten, werden ebenfalls geleugnet. Was dazu beiträgt, dass man bei den wahren Ursachen für ein gesellschaftlich wachsendes Problemfeld im Dunkeln tappt. Es ist einfacher, angesichts einer boomenden Mobilfunkindustrie, diesbezügliche Hinweise zu leugnen. Selbst, wenn viele Symptome verschwinden, wenn die Strahlenquellen abgeschaltet, abgeschirmt oder entfernt werden. (Siehe Freiburger Ärzte-Appell vom 20. Oktober 2002)

Zitat des BfS (Bundesministerium für Strahlenschutz):

„Weder in epidemiologischen noch in tierexperimentellen Studien wurden Hinweise auf eine krebsauslösende Wirkung der hochfrequenten Felder des Mobilfunks gefunden. Des Weiteren konnte kein biologischer Wirkmechanismus identifiziert werden, der eine mögliche, schädigende Wirkung von Mobilfunk auf den menschlichen Organismus erklären könnte.“

3. Verdrehung der „Wahrheit“

Natürlich existieren trotz der Behauptung des BfS, dass in tierexperimentellen Studien kein Krebsrisiko entdeckt wurde, auch zahlreiche Studien an Ratten, Mäusen, Kaninchen, Hühnerembryonen usw., die ein auffallend hohes Krebsrisiko oder Absterben sämtlicher Hühnerembryonen zeigen. Wie die für Aufsehen erregende, bereits um 1999 durchgeführte und aktuell bestätigte NTP-Studie, die zehn Jahre Mäuse und Ratten Mobilfunkstrahlung aussetzte. Welche, nachdem sich der „wissenschaftliche Dienst verschiedener Gremien“ der Studie annahm, angeblich nicht auf den Menschen übertragbar sei.

Zitat:

„In der Bewertung der Studie kommt die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) zu dem Ergebnis, dass diese Studie zusammen mit weiteren Studienergebnissen keine Überarbeitung der Richtlinien und Grenzwerte für die Hochfrequenz-Exposition rechtfertigt. Die Studie, so die ICNIRP, weise Inkonsistenzen auf und könne nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden, weitere Forschung hierzu sei aber notwendig. Die ICNIRP ist ein von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkanntes unabhängiges Expertengremium.“

Abb. 2 Verdrehung der „Wahrheit“ - mobilfunkkritische Studien

Eine kurze Zusammenfassung

So haben wir:

  • einerseits Aussagen von Behörden und „Expertengremien“, die leugnen, dass es überhaupt Wirkungen auf Menschen oder Versuchstiere gibt.
  • Andererseits, wenn doch kritische Studien erscheinen, die den sich immer weiter ausbreitenden Mobilfunk in ein kritisches Licht rücken, Aussage(n) oder fragwürdige Gegenstudien, dass diese nicht auf den Menschen übertragbar sind.
  • Und letztlich Gerichtsurteile, die mobilfunkkritischen Studien oder Klägern mit Tumor durch Handystrahlung nach Prüfung der Sachlage Recht zusprechen.
  • Womit jedem – der sich noch tiefer damit befasst und zu verstehen beginnt – eigentlich klar werden müsste, dass da etwas in der öffentlichen Argumentation völlig schiefläuft oder noch schlimmer, womöglich der Wahrheitsgehalt in Richtung „Unbedenklichkeit“ stark „verbogen“ wird. Da, um es mit den Worten von Dr. Wolfgang Löscher von der tierärztlichen Hochschule Hannover zur Repacholi-Studie zur Süddeutschen Zeitung (Mai 1997) wiederzugeben:

„Keine Firma der Welt entwickelt ein Arzneimittel, das bei Versuchstieren Krebs auslöst, und sagt dann, wie das Bundesamt für Strahlenschutz, die Handyfirmen und die Mobilfunkindustrie, das werde beim Menschen schon nicht auftreten.“

4. Diskreditierung kritischer Forscher

Hinzu kommt, dass es mobilfunkkritischen Forschern extrem schwer gemacht wird, ihre Forschungen der Allgemeinheit zugänglich zu machen. So bekommen mobilfunktreue Forscher im Fernsehen und über die Medien starke Präsens und sogar eigene Fernsehsendungen, während kritische Forscher, wenn überhaupt, nur kurz und nebenbei erwähnt werden. Und in einem tatsächlichen offenen Dialog nicht (an)gehört werden. Womit positive Berichterstattung belohnt wird. Während Forscher, die zu negativen Ergebnissen kommen, mit medialer Verunglimpfung, Rufschädigung (Pseudowissenschaftler, Schwindler, Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger etc.) oder finanziell großen Verlusten durch teure Gerichtsprozesse (Dr. Carlo, Prof. Adlkofer) oder sogar Jobverlust (Prof. Semm − ehemaliger Forscher für die Telekom) rechnen müssen. Während wohlgesonnene Wissenschaftler finanziell und mit glänzenden Laufbahnen belohnt und finanziell unterstützt werden. Wodurch gleichzeitig ein Klima der Angst geschaffen wird, sich gegen eine milliardenschwere Lobby zu richten.

5. Lüge und Betrug

Wer sich noch tiefer mit kritischen Studien und ihrer Unterdrückung befasst, stößt letztlich auf ein dicht gewobenes Spinnennetz aus Lügen, Halbwahrheiten und Betrug, das sich von den „angeblich sicheren“ Grenzwerten bis hin zur Behauptung, dass es noch keine nichtthermischen oder schädlichen Wirkungen gäbe, zieht. Womit der Nutzer und Anwender gezielt manipuliert und in falsche Sicherheiten „eingewoben“ wird. Was sogar öffentlich zugegeben wurde:

„Wir werden alles dafür tun, was uns Gott erlaubt, und auch manches, was er verbietet, um diese Innovation voranzubringen.“

Erwin Huber, Leiter der bayerischen Staatskanzlei, zur Bereitschaft des Freistaats Bayern, die Innovation UMTS mit staatlicher Hilfe schneller voranzubringen, in: Die Welt, 16.10.2002

Industrielobbyismus und Expertengremien

Damit betreten wir jedoch ein politisches Minenfeld des Industrielobbyismus und seiner Macht, Meinung oder Politik zu machen und zu beeinflussen. Und Menschen von sich abhängig zu machen oder finanziell zu „ruinieren“. Was ebenfalls öffentlich zugegeben wurde.

Zitat des ehemaliger Gesundheitsministers Horst Seehofer in einem Interview mit „Frontal 21“ am 6. Juni 2006 im ZDF zum Industrielobbyismus der Pharmaindustrie:

„[…] Ja, das ist so. Seit 30 Jahren bis zur Stunde sind strukturelle Veränderungen auch im Sinne von mehr sozialer Marktwirtschaft im deutschen Gesundheitswesen nicht möglich wegen des Widerstandes der Lobbyverbände. […] Ich kann Ihnen nur beschreiben, dass es so ist und dass es so abläuft, und zwar sehr wirksam.“

Die unheimliche Macht der Lobby

Neben der Mobilfunkindustrie und Pharmaindustrie praktizieren das erfolgreich die:

  • Erdölindustrie
  • Zigarettenindustrie
  • Atomkraftindustrie und Energiewirtschaft
  • das Militär
  • die Automobilindustrie
  • das Bankwesen
  • der Vatikankonzern unter Leitung der Vatikanbank
  • die Lebensmittelindustrie
  • … aber auch die Politik.

Die beispielsweise durch („humanitäre“) Weizenlieferungen an von Hunger bedrohte Länder, bei politischen Entscheidungen – z. B. mit welchem Nachbarn das abhängige Land dann Handelsabkommen abschließen darf, mitbestimmen kann … (Doku-Tipp: Septemberweizen)

Mittel zum Zweck

Dabei ist neben dem Besitz von Großkapital und dem Privatbesitz verschiedener lebensnotwendiger Industriezweige (Lebensmittelindustrie, Wasserwerke, Textilindustrie, Rohstoffe usw.) wichtig, nicht nur militärisch oder wirtschaftlich dominierend zu sein, sondern einflussreiche Schlüsselpositionen oder Gremien mit Entscheidungsbefugnis durch Unterstützer zu besetzen und durch Medienkampagnen/Marktforschung die öffentliche Meinung zu kennen oder gezielt zu beeinflussen. Siehe auch in meinem Buch „5G-Mobilfunknetze“, Seite 77/78, wo es heißt:

„Im Rahmen einer von Kaiser Permanente durchgeführten kontrollierten Studie, deren Ergebnisse im Dezember 2017 in Scientific Reports veröffentlicht wurden, untersuchte man hunderte schwangere Frauen aus dem Gebiet um die San Francisco Bay. Es stellte sich heraus, dass jene, die stärker nichtionisierter Magnetfeldstrahlung im Umfeld von Handys und WLAN ausgesetzt waren, ein 2,72-mal höheres Risiko einer Fehlgeburt hatten als Frauen, die wenig Kontakt mit der Strahlung hatten. […] Im März 2018 brachten die Nachforschungen von Mark Hertsgaard und Mark Dowie für „The National“ ans Licht, dass die Presse nur unzureichend über das Ausmaß dieses Problems für die öffentliche Gesundheit berichtet hatte und es daher von der Öffentlichkeit unterschätzt wurde. Die Telekommunikationsbranche setzte dafür PR-Taktiken ein, die erstmals in den 1960er-Jahren von den Tabakkonzernen angewandt worden waren. In den 1980er-Jahren nutzten die Erdölriesen solche PR-Taktiken ebenfalls. Die PR-Aktionen beeinflussten die öffentliche Auffassung von Drahtlostechnologien und Regulierungsdebatten deutlich.“

Die Entscheidungsträger hinter dem ICNIRP

Wie wir bereits gesehen haben, berufen sich die Netzbetreiber, Politiker und Befürworter des Ausbaus unter anderem auf das ICNIRP als ein angeblich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkanntes unabhängiges Expertengremium zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung. Das für Europa und weitere Länder Grenzwertempfehlungen herausgibt. Denen dann eine Vielzahl von Staaten folgen. So auch Deutschland für die neuen erhöhten Grenzwerte der Mobilfunknetze 5G bis 8G. Die von 6 V/m auf 61 V/m erhöht wurden. Schauen wir uns das Expertengremium ICNIRP doch einmal näher an.

Wer steckt hinter der ICNIRP?

Denn bei genauer Betrachtung ist das ICNIRP eine recht fragwürdige Institution, was das Thema „Schlüsselpositionen und Lobbyismus“ nochmals unterstreicht, wie eine Untersuchung zeigt:

„Die Grenzwerte der ICNIRP sind im Auftrag der neuseeländischen Regierung von dem Wissenschaftler Dr. Neil Cherry überprüft worden, der zu einer massiven Kritik an der tendenziösen wissenschaftlichen Einseitigkeit, der Nichtberücksichtigung wichtiger wissenschaftlicher Erkenntnisse und an dem Außerachtlassen biologischer Wirkungen von Seiten der ICNIRP gekommen ist.

Entgegen dem von der ICNIRP und von der Strahlenschutzkommission erweckten Eindruck, die ICNIRP handele im Auftrag der UNO/WHO oder sei eine ihrer Kommissionen, handelt es sich dabei um eine selbst ernannte Gruppe, sie ist ein eingetragener Verein mit Sitz in München ohne irgendeinen demokratischen, politischen oder wissenschaftlichen Auftrag und ohne jede politische oder wissenschaftliche Kontrolle. Sie ernennt ihre Mitglieder selbst, bei denen übrigens kein einziger Mediziner dabei ist. Nach Auskunft von Kofi Annan hat sie nichts mit der UNO zu tun und auch keinen Auftrag von dieser bekommen.“

Das ICRINP mit Sitz in München/Deutschland ist also (von wem auch immer?) „ermächtigt“, internationale Empfehlungen an die WHO und Staatengemeinschaft herauszugeben, die diesen Empfehlungen dann Glaubwürdigkeit verleihen, indem sie diese Richtwerte-Empfehlungen für die Entwicklung ihrer Volkswirtschaften nutzen. Womit Politik und Bürger wieder beruhigt sind (oder werden), da sich solche Gremien „international anerkannt“ nennen dürfen. Und sie von Netzbetreibern, Behörden und Politikern vielmals zitiert werden. Womit der „Otto-Normalbürger“, der einfach sein Handy nutzen will, meist zufrieden ist.

Interessenkonflikte der Politik

Der unbedarfte Laie denkt dabei natürlich, Politiker oder die ihm unterstehenden Behörden handeln im Interesse der Bürger oder Gesundheit. Doch tatsächlich orientieren sich die Grenzwerte mehr am Wirtschaftswachstum und weniger daran, den Mobilfunk auf ein gesundheitlich verträgliches Maß zu reduzieren. Wie folgende Zitate bereits um das Jahr 2000 zeigen. Als Mobilfunk noch weit unter den heutigen Grenzwerten lag und nicht so ausgebaut war:

Die Bundesärztekammer wünscht einen niedrigeren, präventiven Grenzwert.“

Pressesprecher Hans-Jörg Freese unter anderem in der Süddeutschen Zeitung (01.09.2003)

Oder:

„Ein empfehlenswerter und realistischer Vorsorgewert ist 10 µW/m².“

Dr. Lebrecht von Klitzing (Medizinische Universität zu Lübeck) und Prof. Dr. Günter Käs (Universität der Bundeswehr) im Umweltmagazin Öko-Test zur Strahlung an Mobilfunk-Basisstationen, Heft 4/2001

Dem gegenüber entgegnen Vertreter aus Wirtschaft oder Politik:

„Wenn man die Grenzwerte reduziert, dann macht man die Wirtschaft kaputt, dann wird der Standort Deutschland gefährdet.“

Prof. Dr. Jürgen Bernhardt, ehemaliger Vorsitzender des industrienahen Gremiums der ICNIRP

Politik als Teilhaber

Vielleicht sollten wir hierbei bedenken, dass die Politik bei der kontroversen Diskussion nicht „unparteiisch“ ist und natürlich selbst am Milliardengeschäft des Netzausbaus kräftig mitverdient. Wie wir an der Versteigerung der 5G-Lizenzen an Netzbetreiber in Deutschland für satte 6,6 Milliarden Euro sehen. Womit sich wiederum Pflichten aber auch weitere lukrative Möglichkeiten (Steuereinnahmen etc.) ergeben. Was eigentlich einen Interessenskonflikt darstellt. Da Politiker vom Volk gewählt wurden, um Volksinteressen zu vertreten, sich aber zum Beispiel durch die übereilte 5G-Netzeinführung, ohne ausreichendes Wissen über die Langzeitwirkungen (mindestens fünf bis zehn Jahre) zu haben, auf die Seite der Wirtschaft stellen. Dabei sind Netzbetreibern und Politik die schädlichen Wirkungen sehr wohl bekannt.

Zitat:

„Selbst Untersuchungen von Ärzten werden ignoriert. Im Mai 2007 übergaben Kemptener Hausärzte den örtlichen Gesundheitsbehörden eine vergleichende Untersuchung, die anhand von Blutbildern bewies, dass um örtliche Basisstationen herum bei Anwohnern der Melatonin- und Serotoninwert signifikant sinkt. Der Bescheid wird ignoriert. […] Dr. Hartmann wurde von den Betroffenen gefragt, warum das Gesundheitsamt es abgelehnt habe, solche amtsärztlichen Untersuchungen durchzuführen. Er führte aus, dass die Bayrische Staatsregierung per behördeninternem Schreiben den Gesundheitsämtern untersagt hat, dass die Amtsärzte bei Berichten über gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit Mobilfunksendern aktiv werden. Es sei ihnen von der Staatsregierung verboten worden, amtsärztliche Gutachten zu erstellen. […]“

Die Ignoranz der Nutzer

Doch gehen wir von der sogar etwas verständlichen Ignoranz der Netzbetreiber, Befürworter, Politiker und Behörden weg und schauen auf die Nutzer, die − da die Handyverträge jährlich rapide wachsen − ebenfalls kein Problem mit der Funkstrahlung haben. Und ergründen wir etwas, weshalb denn diese möglicherweise kein Interesse an einer Auseinandersetzung mit unbequemen Fragen wie der risikobehafteten Handynutzung haben. Da im Zeitalter von Social-Media Handys, Laptops, Internet aber auch Mobilfunk zu gesellschaftlichen Kultobjekten und/oder sozialen Notwendigkeiten geworden sind. Die niemand mehr missen möchte und teilweise von Eltern bereits im Kleinkindalter in die Hände ihrer Schößlinge gelegt werden.

Abb. 3 Die Ignoranz der Nutzer

Wobei sich vor allem jüngere Generationen nicht mehr vorstellen können, dass es einmal Generationen gab, die noch ohne all den technischen Schnickschnack aufwuchsen, sich auch ohne Handy und Smartphone amüsieren und Lebensfreude und/oder (analog) Genuss finden konnten.

Das sich ändernde Wertesystem

Die Werte unserer Gesellschaft ändern sich. Heute den Mobilfunk und seine Ableger wie Smartphone, Mikrowellenherd usw. als schädlich zu definieren und in Frage zu stellen, gleicht einem Narren, der behauptet, sich gegen den unaufhaltsamen Fortschritt stellen zu wollen. Kritiker gelten auch bei Vielnutzern als unseriös, da wir – so die mit Irrtümern behaftete „Logik“ − sowieso bereits überall mit strahlenden Nahfeldquellen konfrontiert sind und etwas davon spüren müssten. Oder uns die Öffentlichkeit über Risiken informieren würde, wenn da etwas dran wäre. Doch das tut sie eben nicht oder sehr verzerrt und nicht wahrheitsgetreu, wie wir nun sahen. Außer wir leben in einem Funkloch oder abgeschirmten Bereich und sind elektrosensibel. Dann ändert sich plötzlich alles. Doch solange wir nichts davon merken, unbeschwert damit „spielen“ und kommunizieren (können), besteht auch kein Bedarf, dass wir uns kritisch damit auseinandersetzen.

Die netzabhängige Gesellschaft

Es ist weltweit normal geworden, ein Handy zu nutzen. Und so sind wir zu einer handyabhängigen, ja süchtigen Gesellschaft geworden. Was wir überall bestätigt finden, wenn wir beobachten, wie viele Menschen beim Laufen, Essen, bei Freizeitaktivitäten, im Zug/auf Reisen usw. nur noch in ihr Smartphone schauen. Oder uns die erschreckend schnell wachsenden Zahlen an Internetsüchtigen betrachten. Die zeigen, wohin hier die Reise noch gehen wird.

Wer süchtig ist, wird diese Tatsache oder eine mögliche schädliche Wirkung nicht wahrhaben wollen, es leugnen und sich ebenfalls in kritischen Diskussionen darauf berufen wollen, dass Mobilfunk „politisch und wissenschaftlich belegt“ unbedenklich ist. Weshalb es Kritiker ebenfalls schwer haben, zu den Nutzern mit ihren Argumenten und gegenteiligen Studien vorzudringen und mit Ablehnung, Beschimpfung, Kritik, Meidung, Ignoranz bis hin zu „Bisswunden“ rechnen müssen. Wie Professor Manfred Spitzer in seinen Büchern „Die Smartphone-Epidemie“ oder „Cyberkrank“ über eine Mutter berichtet, die ihrem Kind ihr Smartphone wegnehmen wollte, welches ihr darauf in die Hand biss. Was ein klares Zeichen für Sucht ist, so der Autor und Kritiker.

Wohin wird das alles führen?

Aus all dem ließe sich leicht ableiten, wohin die einseitige positive und unterdrückte kritische Sicht auf den Mobilfunk und den globalen Netzausbau, worin alle Funklöcher geschlossen werden, mit Frequenzen, die bis zum Radarbereich reichen sollen, führen wird. In eine smartphone- und internetsüchtige Welt, in der Elektrosensibilität sowie durch Mobilfunk bestätigte und Ärzte-Appelle belegte chronische Krankheiten massiver, als wir es bisher erlebten, zunehmen werden. Wenn wir keine Abschirmmaßnahmen, funkfreien Gebiete oder biomodulierte, natürliche Technologien mit ebenso hohen Leistungsstärken entwickeln. Wie sie Dr. Sc. Florian König, ein Forscher, Entwickler und Erfinder auf diesem Gebiet, durch (s)eine Vision von Bio5G vorschlägt.

Letztlich wird sich das Bewusstsein hier, wenn nicht doch nach Jahrzehnten an Warnungen, Auseinandersetzungen und Anerkennung der mobilfunkkritischen Studien eingelenkt wird, nach Alternativen umblicken müssen. Und so für die Notwendigkeit zu einem Wandel sorgen. Was wir aber womöglich erst mit dem Schließen der letzten Funklöcher, wenn der Körper keine Chance auf Regeneration erhält, und pausenlos Frequenzen ausgeliefert ist, bemerken werden. Vorher werden Technikbegeisterte natürlich in allen Farben des Regenbogens jubeln, wie schön und bequem unsere komplett vernetzte Welt doch geworden ist. In der wir still und leise jegliche Privatsphäre verlieren und völlig gläsern werden. Aber auch viele Menschen durch Maschinen ersetze Jobs verlieren und damit auf Sozialgeld (einheitliches Grundeinkommen?) angewiesen (abhängig?) sein werden. Während Großkonzerne Zugriff auf alle Daten erhalten und dadurch unermesslich reicher werden, als wir es uns vorstellen können. Und mit Blick auf den Weltraum und neue Rohstoffquellen nach noch mehr Reichtum streben werden.

Künftige Gefahrenpotentiale

Doch dann könnte es unter Umständen auch zu spät sein und wir selbst könnten nicht nur mit massiven Nebenwirkungen wie Haut- und Augenreizungen, Genschäden, Totgeburten oder Krebs zu kämpfen haben, was Dr. Barry Trower, der Jahrzehnte auf Millimeterwellen (wie sie 5G nutzt) basierende Waffen für das Militär in ihrer Wirkung untersuchte, bei ungebremstem 5G-Netzausbau prophezeit. Oder die Natur wie Bäume, Tiere, Pflanzen, Insekten großen Schaden nehmen. Worüber es jetzt schon – bei den noch nicht so leistungsfähigen Netzen −zahlreiche ernstzunehmende Hinweise, Studien und Forschung gibt. Die wir aber nicht ernst nehmen, da wir Technologie über alles stellen (wollen). Sogar über das Leben selbst. Denn während Bienen Tod zwischen Funkmasten zu Boden fallen, sind Wissenschaftler eifrig dabei, Roboterbienen als Plan B zu entwickeln, um sie als Alternative dafür aufs Feld zu schicken.

Und begonnen hat dann all das mit dem Jubel rund um 5G und dem Streben danach, alle Funklöcher und Rückzugsorte für elektrosensible Menschen oder biologisches Leben, das an natürliche und nicht künstliche Strahlung seit Jahrmillionen angepasst ist, zu schließen.

Hoffnungsspender

Demgegenüber gibt es aber auch – wie ich schon in anderen Beiträgen erwähnte – große globale Hoffnungsspender:

  • Wie den Aufbruch von immer mehr Menschen zurück zur Natur. Raus aus den Netzen und hin zu einem einfachen, natürlichen Leben in oder mit der Natur. Da sie erkennen, dass höhere Lebensqualität nicht unbedingt superschnelles Internet und der Möglichkeit von mehr Videospielen oder in einer Sekunde unzählige Filme herunterladen zu können, bedeutet. Sondern lieber etwas Echtes spüren möchten. Was dem globalen Netzausbauhype und Plänen eines komplett digitalisierten Lebens völlig entgegensteht.
  • Oder einem spirituellen Erwachen der Wissenschaft. Womit letztlich mehr Mitgefühl, Einsicht, Liebe und Weisheit auch in eine wissenschaftlich geprägte Welt fließen wird. Die lieber Drohnen erfindet, um Blüten zu bestäuben, statt das Problem an der Wurzel zu packen und natürliche Technologien zu entwickeln.
  • Oder im Widerstand von immer mehr Menschen, sich gegen eine Umwandlung einer Gesellschaft von einer Demokratie hin zu einer Technokratie und dem globalen, risikoreichen Netzausbau zu wehren. Und lieber Politiker oder Menschen wählen, die sich gegenüber einer durch risikobehaftete Strahlen stark belasteten Zukunft mehr in der Verantwortung gegenüber den Wählern sehen. Es scheint also noch alles offen und nichts verloren zu sein.

Quellen

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Maik Lindner

Maik Lindner

Maik Lindner, geb. 1968, beschäftigt sich seit 25 Jahren mit alternativen Entwicklungen und Tendenzen in Gesellschaft, Technik, Zukunft und Leben. Oder erforscht philosophische Gedanken zum Menschsein und seinen Potentialen. Er lebt im Großraum München, arbeitet im sozialen Bereich und schreibt Bücher zu verschiedenen Themen. Mehr Informationen unter: https://maik-lindner.jimdosite.com/

1 Kommentar zu „Weshalb es mobilfunkkritische Studien seit den Anfängen schwer haben“

  1. Danke für diesen ausgezeichneten und mutigen Beitrag!
    Eines der besten und kompetentesten Bücher zu diesem Thema stammt ebenfalls von Maik Lindner: >5G Mobilfunknetze: Strahlende Zukunft oder gefährliche Strahlung; Was erwartet uns?<

    Mir gefällt besonders, dass sich der Autor nicht nur die auf die üblichen Aspekte beschränkt, sondern den Blick auf die Ursachen, Hintergründe und sehr viel weiter reichenden Folgen richtet, als dies die meisten Autoren tun. Es ist besser als meine eigenen Bücher zu diesem Thema!!!!

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