Bitkom veröffentlicht Verbraucher-Umfrage − Akzeptanz von 5G-Mobilfunkmasten ist gering

Die 5. Mobilfunkgeneration (5G) bringt nicht nur hohe Geschwindigkeiten und geringe Verzögerungen der Datenübertragung. Neue Frequenzen und ein enormes Aufrüsten der Sendemasten sind darüber hinaus geplant. Keine Sorge, versichern Netzbetreiber und machen bereits Werbung für die neue Technologie. Auch Smartphone-Hersteller wollen im Laufe des Jahres Geräte herausbringen, die mit dem neuen Standard kompatibel sind. Was denken die Nutzer darüber? Haben doch zahlreiche wissenschaftliche Studien Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk der 2., 3. und 4. Generation belegt sowie 5G bereits kritisch betrachtet. Ja, sogar vor dem Ausbau gewarnt. Laut der am 20. April 2020 veröffentlichten Bitkom-Umfrage beschäftigt das Thema die Deutschen. Wir geben Ihnen einen Überblick zu den wichtigsten Umfrageergebnissen.

Bitkom e.V.

Der Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, kurz Bitkom, wurde 1999 in Berlin gegründet. Bitkom ist der Digitalverband der deutschen Telekommunikations- und Informationsbranche. Ziel des Vereins ist die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung. Zurzeit vertritt Bitkom mehr als 2.700 Unternehmen der digitalen Wirtschaft. Zudem gehören der Bitkom-Gruppe die Bitkom Servicegesellschaft mbH (BSG) und die Bitkom Research GmbH an.

 

5G-Studie, Bitkom, April 2020

Der Ausgangspunkt

Aus der am 20. Februar 2020 veröffentlichten Bitkom-Umfrage zur Nutzung von Smartphones und Mobilfunk geht Folgendes hervor: Die Verbraucher stehen der neuen Technologie zurückhaltend gegenüber. Denn für sie sind bei der Anschaffung neuer Smartphones Faktoren wie Robustheit und Ausdauer entscheidender als die Kompatibilität mit 5G. Außerdem ist die Zahlungsbereitschaft für 5G-Tarife noch immer gering. Was sind Gründe für dieses Nutzerverhalten? Die Bitkom geht dieser Frage in der folgenden, im April 2020 veröffentlichten Umfrage nach.

 

Die Grundlage der Bitkom-Studie

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research beauftragt durch den Digitalverband Bitkom, durchführte. Dabei machen 1.006 telefonisch befragte Personen ab 16 Jahren die Umfrage repräsentativ.

 

Die Ergebnisse

86 % der Deutschen ab 16 Jahren benutzen ein Handy oder Smartphone. Aktuell sind rund 143 Millionen SIM-Karten aktiviert. Das sind im Schnitt 1,7 Karten pro Einwohner.

 

Dennoch ist die Bevölkerung bezüglich des Aufbaus weiterer Masten gespalten:

  • Folglich sprechen sich 48 % für die Errichtung von neuen Funkmasten aus.
  • Ebenfalls 48 % sind jedoch dagegen.

 

Viele machen sich Sorgen um ihre Gesundheit:

  • Demzufolge fürchten sich 45 % vor elektromagnetischen Feldern von Funkmasten.
  • 27 % machen zudem Geräte wie Mikrowellen Sorge.
  • 24 % finden Elektroinstallationen im Haushalt bedenklich.
  • Sicherheitsschleusen am Flughafen machen nur 12 % Angst.
  • Lediglich 18 % fürchten sich hingegen nicht vor elektromagnetischer Strahlung.

 

Auch die Frage nach der Auseinandersetzung mit dem Thema belegt, dass es die Deutschen sehr beschäftigt:

  • Denn 46 % haben bei der Umfrage erklärt, sich mit elektromagnetischer Strahlung bereits beschäftigt zu haben.
  • 22 % gaben sogar intensive Recherchen an.
  • Jedoch haben sich 28 % bislang nicht mit dem Thema auseinandergesetzt.

 

Mobilfunkunternehmen stoßen beim Netzausbau oft auf Widerstand. Das spiegeln auch die Umfrageergebnisse wieder:

  • Dabei gaben 43 % an, einen Bürgerprotest zu starten, wenn in ihrer Nähe Funkmasten errichtet werden.
  • Sogar 42 % erklärten sogar, aus ihrer Wohnung ausziehen zu wollen, wenn der Vermieter eine Funkantenne am Haus anbringen lässt.
  • 22 % befürworten zwar den Mobilfunkausbau, möchte dabei aber keinen Funkmasten in der Nähe der Wohnung oder des Grundstücks wissen.
  • 33 % sind jedoch bereit, einen Teil des Eigentums (Haus/Grundstück) für den Mobilfunkausbau zur Verfügung zu stellen.

 

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Quellen

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