5G-Satelliten − Wahnsinn oder Wunder im Erdorbit?

Derzeit werden tausende 5G-Satelliten für den neuen Mobilfunkstandard neben den Millionen erdbasierten Sendeanlagen in den Orbit geschossen. Angeblich, um uns allen superschnelles Internet und eine neue Ära unfassbarer technologischer Möglichkeiten zu bieten. Aussagekräftige Studien zu Langzeitwirkungen gibt es nicht. Schauen wir uns das Thema daher doch einmal näher an.

Elon Musk hat einen Traum

2003 kündigte der Milliardär Elon Musk noch etwas unsicher an, wiederverwertbare Raketen und tausende Satelliten ins All zu bringen. Wofür er damals noch belächelt wurde. 2008 konnte er bereits fünf Prozent der weltweiten Raketenstarts mit dem von ihm initiierten SpaceX-Programm für sich beanspruchen.

Heute, wo er tausende Satelliten für 5G in den Orbit bringt, lacht niemand mehr, sondern wird er nur staunend als Visionär bezeichnet, während beispielsweise das Capital von seinem Starlink-Programm berichtet, das Musk rund um den Globus in Stellung bringt.

Die Kehrseite der Medaille

Heute erleben wir, wie ein Teil der Weltbevölkerung jubelt und das superschnelle Netz nicht erwarten kann, während sich ein anderer Teil etwas kritischer und mit wachsendem Widerstand zu fragen beginnt, ob wir mit dem versprochenen Wunder nicht die Büchse der Pandora öffnen.

Denn selbst Politik, Netzbetreiber oder das Bundesministerium für Strahlenschutz (BfS) müssen faktisch eingestehen, dass man zu den neuen mit 5G einhergehenden Leistungsstärken noch über keine aussagekräftigen Studien zu Langzeitwirkungen verfügt.

So nimmt zum Beispiel die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz Dr. Inge Paulini einen kritischen Standpunkt ein:

„Die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Dr. Inge Paulini, forderte im März 2019 dazu auf, die gesundheitlichen Auswirkungen von 5G zu untersuchen. ,Deutlich höhere Datenübertragungsmengen, neue und zusätzliche Sendeanlagen und höhere Frequenzen verändern aber die Strahlungsintensitäten – diese müssen untersucht werden.’ Sie betonte zwar, dass auch bei 5G unterhalb der Grenzwerte keine Gesundheitsfolgen bewiesen sind, bemängelte aber, dass vor allem im Bereich der hohen Frequenzen kaum Forschungsergebnisse vorliegen.“

(Quelle: Innovationsforum-Magazin für Ideenfindung und Produktentwicklung / Heft 4/2020, S. 16: „5G − Segen oder was? − Wir fragen nach!“)

Oder das Presseportal www.t-online.de zitiert das Bundesministerium für Strahlenschutz (BfS):

„Der neue Standard 5G soll auch in höheren Frequenzbändern funken, für die bisher erst wenige Untersuchungsergebnisse vorliegen. Hier sieht das BfS auch im Hinblick auf gesundheitliche Auswirkungen noch Forschungsbedarf.“

Spielen wir also gerade technologisches Russisch-Roulette, während weiterhin Satellit um Satellit in den Orbit gebracht werden und wir das Szenario auch noch live im Netz anschauen können?

Abb.: 5G-Satteliten im Erdorbit, Quelle: https://satellitemap.space

Weisheit sollte über Unwissenheit triumphieren

Der 2018 verstorbene Visionär Stephen Hawking äußerte sich einmal dazu, wir sollten bei so mächtigen Technologien wie Künstlicher Intelligenz, für die 5G die Grundlage bildet, vorher gründlich überlegen, was wir tun. Denn womöglich werden wir nur diese eine Chance haben. Was realistisch scheint, wenn wir über KI-gesteuerte Waffensysteme nachdenken (mehr dazu in meinem Buch). Er plädierte dafür, dass die Weisheit gewinnt, nicht die Unwissenheit. Doch ist das wirklich so?

Die Spaltung von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft

Grundsätzlich spaltet Mobilfunk und 5G die Gesellschaft in Befürworter und Gegner. Die Befürworter behaupten, es gäbe keine Gesundheitsgefahren, keine nichtthermischen Wirkungen oder in bestimmten Bereichen keine Langzeitstudien. Auch keine Belege zu Waldsterben, Bienensterben, Fehlgeburten bei Tieren, Krebs, Gendefekten im Zusammenhang mit dem Mobilfunkausbau usw.

Und die Gegner sagen, es gäbe sie doch. Und führen uns auf entsprechenden Webseiten, wie www.funkwissen.org, www.emf-portal.org, www.diagnose-funk.org, www.kompetenzinitiative.net und anderen sogar tausende von Studien ernsthafter Forscher mit kritischen Ergebnissen vor Augen.

Wie jene von Prof. Adlkofer, Leiter der von der EU finanzierten und zu einem kritischen Ergebnis kommenden REFLEX-Studie.

Wobei Adlkofer heute wie damals erleben musste, dass beim Thema des allgemein für unbedenklich gehaltenen Mobilfunk nicht gerade Fairplay gespielt wird. Da er sogar entsprechende Gerichtsprozesse führen musste, um sich gegen falsche Anschuldigungen zu wehren.

Eine weitere dieser vielen kritischen Studien ist die Salford-Studie, die bei Ratten unter Mobilfunkbeschuss Tumorbildung nachweisen konnte.

Abb.: zentraler Hirnquerschnitt einer unbestrahlten Kontrollratte, Quelle: https://www.gigaherz.ch/media/download/Salford-Uebersetzung.pdf

Abb.: zentraler Hirnquerschnitt einer bestrahlten Kontrollratte, Quelle: https://www.gigaherz.ch/media/download/Salford-Uebersetzung.pdf

Zitat zur Salford-Studie:

„Wir können nicht ausschließen, dass eine ganze Generation von Handynutzern nach einigen Jahrzehnten (häufigen) täglichen Gebrauchs negative Effekte erleiden kann, möglicherweise schon in ihrem mittleren Lebensalter.“

Solche Forschungsergebnisse werden nach wie vor bestritten und nicht anerkannt.

Wer viel hat, kann viel verlieren – die Angst der Lobby

Dass im Moment Gerichtsprozesse gegen den Mobilfunk geführt und auch gewonnen werden, erzählt uns die Lobby der Netzbetreiber und das Bundesministerium für Strahlenschutz jedoch nicht.

Dies erfahren wir nur, wenn wir den Weg allgemeinen Mobilfunkwohlwollens verlassen und uns eingehender mit der Thematik und Material auf mobilfunkkritischen Webseiten befassen, wie ich es für mein aktuelles 5G-Buchprojekt oder diesen Beitrag hier tat.

Das ist bis zu einem gewissen Grad auch verständlich, wenn man bedenkt, dass große Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden (könnten). Was die enorme Gewinnspanne der milliardenschweren Mobilfunkindustrie, aber auch das Unbedenklichkeitsszenario von Politik und Militär mindert.

Zusätzlich würde ein Eingestehen einer Schädlichkeit wohl auf allen Seiten nicht nur Angst, erzeugen, sondern auch Konsequenzen für uns alle und den „schönen smarten Technologiesprung oder das unbeschwerte Surfen mit dem Smartphone“ in Verruf bringen.

Bekannt ist, dass ein geschäftsbedingter Dauertelefonierer durch Handytelefonieren einen Gehirntumor bekam, und Schadenersatzansprüche in einem aufsehenerregenden Gerichtsprozess vor dem obersten Gerichtshof in Italien durchsetzte.

Letztlich könnten wir durch all das Für & Wider zu der Einsicht gelangen:

„Wir suchen die

Wahrheit, finden wollen wir sie aber

nur dort, wo es uns beliebt.“

(Marie von Ebner-Eschenbach 1830−1916)

Der Mensch im smarten Netz

Dabei ist die Problematik mit dem Mobilfunk und der davon ausgehenden schädlichen Mobilfunkstrahlung seit langem bekannt. Doch haben es Mobilfunkkritiker schwer, sich gegen eine große gesellschaftliche Inakzeptanz oder übermächtige Lobby durchzusetzen und Gehör zu finden.

Was auch dem Umstand mit geschuldet werden kann oder muss, dass uns die von den Technokraten propagierte „schöne, bequeme, smarte Welt“ mit ihren vielen Annehmlichkeiten stark eingelullt hat.

Niemand möchte im Zeitalter der Digitalisierung gern mehr auf Smartphone, Handy, Internet oder vollautomatische Produktionsanlagen, funkgesteuerte Autos, oder fernsteuerbare Drohnen verzichten. Diese sollen in ihrer Vielseitigkeit nicht nur Paketpost liefern, sondern sogar als Robo-Biene Blüten bestäuben. Oder gar im militärischen Bereich auch Kriege für uns führen.

Prof. Dr. Semm und der Mut zum Abstand

Wer hätte heute den Mut, so wie Prof. Dr. Peter Semm bereits um das Jahr 1999, von Handys und Mobilfunk Abstand zu nehmen, weil er sich der Schädlichkeit dieser Technologie nicht aussetzen wollte?

Semm hatte damals im Auftrag der Telekom Handystrahlung und Mobilfunk auf ihre gesundheitliche Wirkung hin in Studien untersucht und kam zu sehr negativen Ergebnissen. Nachdem er seine Ergebnisse mehrfach wiederholte, um alle Irrtümer auszuschließen, gab er sein Handy weg und hielt immer vier Meter Abstand zu Telefonierenden.

Und das zu einer Zeit, als Mobilfunk noch nicht so leistungsstark und dicht vernetzt war.

Heute hat uns Social Media mit allen Vor- und Nachteilen viel fester im Griff. Ja, sogar eine neue Krankheit hervorgebracht: Internetsucht! Es wird geschätzt, dass allein in Deutschland 560.000 bis 1,5 Millionen Menschen onlineabhängig sind.

Aber kehren wir zurück zur Geschichte um Prof. Peter Semm, welche schon um 1999 ziemlich bekannt und von den Medien aufgegriffen wurde. Weshalb die Telekom ihn drängte, seine Ergebnisse zu widerrufen. Nach fast zwei Jahren Streit folgte daraufhin seine Kündigung. Unbequeme Wahrheiten möchte fast niemand hören. Ein interessanter Kurzfilm worin Sat1 über ihn kurz und knapp berichtete, ist zurzeit, in der ich dies schreibe, noch im Netz zu finden.

Wenn wir recht tief und umfassend suchen, finden wir sogar historisch gut belegte Hinweise zur Schädlichkeit der Funktechnologie noch aus den ersten Anfängen.

Kritische Studien seit den 1930er-Jahren!

Die heute anhaltende, immer heftiger werdende Diskussion begann historisch betrachtet nämlich schon mit den ersten Funkmasten in den 1930er-Jahren: Dr. Erwin Schliephakes Forschungsarbeit aus dem Jahr 1932 zum Radiowellensyndrom ist dafür ein guter Beleg. Worin er seine Arbeitsergebnisse auf dem Kurzwellengebiet am 15.06.1936 in einem Vortrag der Berliner Medizinischen Gesellschaft präsentierte. Was in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (Nr. 32/5. August 1932) veröffentlicht wurde.

Abb.: Bilddokument/Ablichtung, Artikel der Deutschen Medizinischen Wochenschrift vom 03.08.1932, mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. med. habil Karl Hecht

Das große Dilemma:

Die Bundesregierung und Netzbetreiber sagen uns, alles sei unbedenklich, es gäbe keine Hinweise auf Schäden durch Mobilfunk.

Und Forscher wie Dr. Barrie Trower, ehemaliger Entwickler von Mikrowellenwaffen für die Royal Navy, der die auf Millimeterwellen beruhende Waffentechnologie an Menschen testete, erklärt, wir werden durch die Langzeitfolgen wahrscheinlich mehr Tote haben als wir erahnen können. Oder künftig werde bei ungebremstem 5G-Netzausbau jedes 7. von 8. Kindern entweder tot oder mit Gendefekten zur Welt kommen.

Was natürlich eine erschreckende Aussage ist, wenn es denn stimmen würde.

Interessant wäre, hier mehr Informationen vom Militär zu erhalten. Doch dass Mikrowellenwaffen-Entwickler sich zu Wort melden, oder das Militär uns über ihre Entwicklungen offen Auskunft geben würde, wird wohl lediglich ein Traum bleiben, da niemand seinen militärischen Vorteil verspielen möchte.

Kritik angesichts globalen Netzausbaus ist immer weniger erwünscht

Die in den großen Leitmedien wie 1999 auf Sat1 noch geführte offene gesellschaftliche Diskussion um die Risiken und möglichen Schäden des Mobilfunks erfährt dabei im Zeitalter der Digitalisierung und des grenzenlos auch im Orbit und Weltall geplanten 5G-Netzausbaus eine große Wende.

Denn das neue, am 1. September 2017 geplante Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG), das eigentlich gedacht ist, um Hasskriminelle, strafbare Falschnachrichten und andere strafbare Inhalte auf sozialen Netzwerken einzudämmen, unterbindet nun auch immer öfter kritische Stimmen zum Mobilfunk und 5G. Während parallel die großen Leitmedien in ihrer vor 20 Jahren noch offen geführten kritischen Diskussion immer mehr verstummen und vermehrt lieber die positiven Aspekte von 5G hervorheben. Womit ein mehrheitlich nur einseitig geprägtes positives öffentliches Bild entsteht.

So bleibt Forschern und Kritikern, wie Dr. Barry Trower nur, sich mit seiner Botschaft auf Plattformen zu präsentieren, die wie KlaTV als Sekte oder der Verbreitung von Verschwörungstheorien verschrien sind. Da YouTube diese erschreckenden Informationen löschte.

Kampf um Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit und offene Berichterstattung

Die Gesetzgebung selbst gesteht ein, dass man das sehr strenge Gesetz bereits etwas lockern musste, als sich kurz nach Einführung des NetzDG eine breite öffentliche Allianz aus Industrieverbänden, Journalistenvereinigungen, Bürgerrechtsbewegungen und netzpolitischen Initiativen zusammenfand und mit großem Widerstand auf den Verlust der Meinungsfreiheit antwortete. (Menschenrechte im digitalen Zeitalter: Deutscher Bundestag 2018, S. 20)

Damit wird eine Tendenz sichtbar, Freiheiten in der Meinungsäußerung einzuschränken, aber dennoch genügend politischen Spielraum zu lassen, alles nicht politisch Korrekte zu entfernen.

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Die verrückte Sache mit den Grenzwerten

Eine weitere auffallende Kuriosität rund um Mobilfunk und 5G ist die Sache mit den Grenzwerten:

Denn weltweit ist man sich zwar im großen Ganzen einig, 5G einführen zu wollen, doch geht man bei den Grenzwerten nicht so einig vor.

Es wäre sicher sehr interessant einer öffentlich geführten Diskussion beizuwohnen, worin hochstudierte Vertreter aus Deutschland, Italien oder auch der Schweiz, Belgien, Frankreich usw. zu Wort kämen. Da jedes dieser Länder andere, ja teilweise sehr viel geringere Grenzwerte für eine gesundheitliche Unbedenklichkeit vergeben. Oder manche Länder – wie Belgien − den geplanten 5G-Ausbau in Brüssel wegen starker Bedenken sogar stoppen! Was uns zeigt, dass sogar die Technokraten in der EU-Zentrale Brüssel sich bezüglich der Gesundheitsgefahren zu 5G uneins sind und teilweise gegen den geplanten Netzausbau wenden.

Heute genehmigen also in 5G-befürwortenden Ländern die Behörden, Politiker, Netzbetreiber eine 5G-Kanonenkugel von 61 V/m und 5G-kritisch eingestellte Länder feuern „nur“ mit Gewehrkugeln von 5 V/m oder stellen sich wegen unkalkulierbarer Folgen dieses Experiments vorerst gegen den Netzausbau.

Ungeachtet dieser Differenzen hält zumindest Elon Musk die Fahne eines einheitlichen Netzausbaus nach oben, denn er bringt weiterhin Satellit um Satellit in den Erdorbit, während auf der Erde in verschiedenen Ländern ein Kampf um möglichst hohe Grenzwerte tobt.

Womit Musk zumindest den Himmel mit einheitlichen Leistungsstärken versorgt. Welche gesundheitlichen Langzeitfolgen sein Experiment dann hat, kann auch er leider noch nicht sagen. Zumindest lebt er erst einmal (s)einen Traum.

Aussagen und Gegenaussagen

Wir haben also zum Mobilfunk, der uns nun auch mit tausenden Satelliten im Orbit anfunkt, eine komplett verrückte Welt von Studien und Gegenstudien, Aussagen und Gegenaussagen bis hin zu gesetzlich unterschiedlichen Grenzwerten. Und wissen angeblich oder wissen wieder nicht was kommt …

Thermische und nicht-thermische Wirkungen

Zumindest könnte man bei all der Verwirrung aufklären, dass jene, die zu keinen gesundheitlich schädlichen Ergebnissen kommen, sich auf thermische Messungen berufen. Also der Erwärmung von Körpergewebe im Abstand zu Mobilfunk oder Handystrahlung. Und jene, die zu schädlichen Wirkungen kommen, auf nicht thermischen Wirkungen basieren. Also der Wirkung auf Zellen, Gene, Blut, Hirnaktivität, Schlaf, Herzrhythmus … Was ich jedoch im öffentlichen Diskurs stark vermisse. Wobei die nichtthermischen Forschungsergebnisse dann aber recht laut bestritten werden, von denen die ihre thermischen Messungen hochhalten, um so die weitere Unbedenklichkeit zu rechtfertigen.

Die Wurzel der bis heute anhaltenden Verwirrung

Die Wurzel dieses Übels ist laut Prof. Dr. Adlkofer, dem ehemaligen Leiter der EU-finanzierten und jetzt natürlich auch heftig kritisierten REFLEX-Studie, im Jahr 1953 zu finden. Als das Militär erkannte, dass die Technologie wie Funk oder Radar doch nicht so harmlos in ihrer gesundheitlichen Wirkung ist, wie angenommen. So befand man sich schon damals und nicht erst heute in einem großen Dilemma.

Die Lösung des Problems mit der negativen Wirkung der Funkwellen unterbreitete dem US-Militär der deutsche Physiker Dr. Paul Hermann Schwan (07.08.1915−17.03.2005), der 1947 in die USA immigrierte. Was mir Prof. Adlkofer in einem Telefonat Ende 2020 berichtete. Demnach schlug Schwan dem bestürzten Militär folgendes öffentliche Erklärungsmodell vor, das bis heute angewendet wird:

„Die Hochfrequenz wirkt nur über Wärmewirkung. Es gibt keine andere Wirkung, weil diese gegen die Gesetze der Physik verstößt!“

Das Militär übernahm diesen Leitsatz zur Handhabung mit dem unbequemen Funk nur zu willig und später natürlich auch die Netzbetreiber und Politik als Mobilfunk, GPS usw. – ursprünglich aus dem Militär kommend – immer mehr Verbreitung im zivilen Sektor erfuhr.

Weshalb bis heute jedwede andere Wirkung bestritten wird und damit die Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern immer größer wird.

Die holprige Suche nach einem Mittelweg

Die WHO suchte hier wohl mit ihrer Veröffentlichung zum Mobilfunkthema den Mittelweg, ohne sich klar für eine Seite entscheiden zu müssen, indem es alle verfügbaren Studien von „nicht krebserregend bis krebserregend“ nahm und daraus den viel zitierten Hinweis möglicherweise krebserregend formulierte.

Womit jedoch immer noch ein latentes Krebsrisiko besteht. Was wir gern vergessen, wenn wir im Netz unbegrenzter Möglichkeiten surfen.

Wir telefonieren also tatsächlich auf eigene Gefahr. Weshalb interessanterweise Mobilfunkschäden auch nicht versicherbar sind. Worauf der Interessierte schnell stößt, wenn er sich tiefer mit der Thematik, so wie ich für mein umfassend recherchiertes 5G-Buchprojekt, beschäftigt.

Warnungen werden seit Jahrzehnten negiert, herab gespielt und nicht ernst genommen

Seit Jahrzehnten warnen also Wissenschaftler, Ärzte und unabhängige Forscher vor den Gefahren der inzwischen weit verbreiteten Mobilfunk-Technologie, die uns jetzt auch von oben aus dem Himmel flächendeckend mit ihren Vorteilen segnen oder Nachteilen bombardieren will. Je nachdem, welchen Blickwinkel wir dazu einnehmen.

So zum Beispiel der Freiburger Appell, ein Zusammenschluss zahlreicher praktizierender Ärzte und der Bundesärztekammer. Der seit 2002 – damals mit etwa 1.200 Unterzeichnenden, heute in einem internationalen Appell mit über 31.000 Befürwortern − ungehört an die Bundesregierung appelliert, den Mobilfunkausbau zu stoppen. Weil ihre Erfahrungen mit Patienten, die unter weitreichenden gesundheitlichen Störungen litten, belegten, dass die zahlreichen Beschwerden verschwanden, wenn die Funkquellen (DSL-Router, Handy, Mobilfunkmast etc.) abgeschaltet oder entfernt wurden.

Gleichzeitig macht das Thema der Millionen unbeachteten Elektrosensiblen allein in Deutschland nachdenklich. Die bereits ohne leistungsstarke 5G-Netze Zuflucht in den letzten verbliebenen Funklöchern suchen und am 16. Juni einen internationalen Tag der Elektrosensibilität ausriefen, um an eine − von Politik und Netzbetreiber nicht gern diskutierte −wachsende Bevölkerungsgruppe zu erinnern.

Zu der übrigens auch vermehrt hoch qualifizierte Fachkräfte zählen, die mit immer mehr Technik zu kämpfen haben und über Erschöpfungszustände klagen.

Burnout, die neue anerkannte Volkskrankheit, ist nun auch in der Gesellschaft und der Medizin angekommen. Wobei interessant ist, dass Burnout und Elektrosensibilität auffallend viele Parallelen aufweisen, aber sich hier niemand neben den Ärzten des Freiburger Appells daran wagt, einen Vergleich zu machen.

Könnte es sein, dass Burnout vielleicht auch mit vermehrter E-Smogbelastung, wie sie neben technischen Geräten auch Mobilfunk ausstrahlt, ausgelöst wird?

Und wenn dem so ist, was erwartet uns dann mit 5G, den smarten Netzen, intelligenten Häusern, voll automatisierten Produktionsanlagen, aber auch tausenden Satelliten im Orbit, die nun bald ununterbrochen mit Frequenzen funken, von denen wir gesundheitlich noch gar nichts wissen?

Baum- und Artensterben durch Mobilfunk und 5G?

Das Thema Baumsterben, Insektensterben und andere Wirkungen des Mobilfunks, was unabhängige mutige Forscher wie Prof. Schorpp oder Frau Dr. Waldmann-Selsam dokumentieren, haben wir dabei auch noch nicht angesprochen. Wobei Bäume, Insekten oder Tiere keine wissenschaftlichen Debatten um richtig oder falsch führen können, sondern auf Hochfrequenz einfach reagieren.

Was wird also mit uns und unserem Planeten geschehen, wenn wir nun von unten und von oben alles Leben rasterartig und 24 h am Tag in noch nie dagewesenem Maße mit Hochfrequenz, die später bis zum 10fachen der jetzigen Leistungsstärken oder sogar dem Radarbereich reichen wird, beschießen?

Die ehrliche Antwort lautet: Wir wissen es (noch) nicht!

Insgesamt müsste uns eigentlich langsam einleuchten, dass hier etwas nicht ganz stimmen kann, da wir, wie Kritiker berechtigterweise anmerken, trotz gesundheitlicher Bedenken bereit sind, jedes Risiko einzugehen, nur um immer mehr Sendemasten und immer mehr Satelliten auch im Erdorbit zu platzieren, um den Planeten in eine Art riesigen Mobilfunkmastenglobus umzuwandeln.

Funkmast

Fazit: Technischer Fortschritt über alles?

Wir leben heute in einer Welt, in der technischer Fortschritt über alles gestellt wird. Wo Wissenschaftler und Entwickler wie Dr. Florian König einwenden, dass bevor eine neue Technologie eingeführt wird, diese erst einmal auf ihre Langzeitfolgen geprüft werden sollte. Diese Entwickler mit gesundem Menschenverstand finden jedoch nicht genug Gehör. Aber auch Landkreise wie Tutzing, ganze Regionen in Italien oder die EU-Zentrale Brüssel sagen Nein zum 5G-Netzausbau, bis das alles mehr erforscht ist.

Nachdenklich stimmt, dass wir, wie wir eben sahen, bei den Vorläufern von 5G wie 2G/3G/4G schon gesundheitliche Probleme haben und nun die ganze Welt mit nie dagewesenen Frequenzen vom Nordpol bis zum Südpol einhüllen wollen.

Trotz dieses Faktes formulieren die Befürworter ihre Kritik in auffallender Eintönigkeit: Man müsse in dieser Sache zwar noch mehr Forschung betreiben, aber solle das Ganze nicht so hysterisch sehen. Schließlich gebe es gesetzliche Richtlinien und Grenzwerte und diese würden ja grundsätzlich auch eingehalten. Und für die nichtthermischen Wirkungen gäbe es bisher keine empirischen Beweise.

Künstliche Frequenzen, die unabgeschirmt auf natürliche, ökologische Systeme treffen

Ist es nicht interessant, dass wir den häuslichen Mikrowellenherd, der mit etwa 2,5 GHz (Gigaherz) Leistung arbeitet, komplett abschirmen, aber nicht den Mobilfunkmasten um die Ecke, der mit ebenso viel oder mehr Leistung arbeitet? Und hier der Strahlung freien Lauf lassen? Wobei es dann lediglich eine rote Zone gibt, in der sich ein Mensch in einem geringen Abstand zum Mast nur wenige Minuten aufhalten darf?

Doch 5G-Fortschritt ohne Grenzen darf nicht angehalten werden und so bringen wir die bis auf Radar hochschraubbare Mikrowellentechnologie überall in Position: Auf der Erde, im Erdorbit und künftig auch mit auf den Mond oder Mars. Schließlich soll der Mond- oder Marsroboter ja guten Empfang haben, reibungslos arbeiten und saubere Bilder Funken, wenn er dort für unsere Ankunft bald neue Außenposten oder künftig gut funkvernetze Städte errichtet.

Das sich ständig beschleunigende System

Bedenken, dass wir in einer Zeit leben, in der alles immer schneller wird und Burnout zur Volkskrankheit wurde, werden schnell mit Vorteilen des superschnellen Netzes übertüncht. Während sich Experten fragen, woran das wohl liegen könnte. Während Wirtschaftsunternehmen durch den 5G-Ausbau weiterhin ihre Gewinne noch mehr maximieren wollen. Und parallel zu 5G bereits 6G, 7G, 8G und 9G vorbereiten und diskutieren.

Roboter: die Zukunft auf Erden und im All?

Diese menschlichen Lücken sollen oder werden dann bald KI-gesteuerte Roboter füllen, da wir Menschen ja bereits an unsere Kapazitäten kommen. Roboter sind pflegeleichter, universell einsetzbar, beheben das Fachkräftemangelproblem, brauchen keine Kaffeepausen und fordern für mehr Arbeit nicht mehr Lohn. Sie sind einfach besser programmierbarer als auf Datenschutz beharrende Menschen. Obwohl Ansätze eines programmierten Menschen schon erkennbar sind, da wir uns täglich in wiederkehrenden Mustern hin und her bewegen …

Doch für Philosophie ist im Zeitalter der Algorithmen und Industrie 4.0 kein Platz. Und so werden diese vielleicht bald vergessen sein, da Schachcomputer ja das Spiel des Lebens vom Bauern oder König bereits viel besser beherrschen.

Doch was wären in diesem Szenario die Alternativen?

  • Auf diesen Luxus verzichten und wieder wie zur Zeit der Dampfmaschinen leben, als alles noch „gemütlicher“ aber auch sehr viel anstrengender war?
  • Oder so wie die Elektrosensiblen in die letzten verbliebenen Funklöcher fliehen? Die auf Drängen der Politik und Netzbetreiber immer mehr geschlossen werden (sollen).
  • Funkfreie Zonen in Städten gleich neben dem 5G-Netzausbau mit einzuplanen, wie es Professor Dr. Ing. Wilfried Kühling in seiner 2021 erschienenen Schrift unter dem Titel Mit Planungsrichtwerten die Vorsorge vor Mobilfunkstrahlung auf Gemeindeebene verbindlich umsetzen publiziert?
  • Vom Militär entwickelte Abschirmkleidung tragen oder Zuflucht in Bunkern unter der Erde suchen?
  • Sein Haus, seine Räume, seine Arbeitsbereiche … mit Schutzanstrichen, speziellen von der Armee entwickelten Schutzgardinen, Schutzaufklebern oder Schutzbehältern versehen?
  • Das Immunsystem stärken, dass uns Strahlung, gleich in welcher Höhe nicht mehr beeinflussen kann?
  • Oder wäre der weiseste Weg, die Problematik gleich an der Wurzel anzupacken? Also eine nicht naturkonforme Mikrowellentechnologie, wie wir sie täglich nutzen, in eine natürliche Technologie umzumodulieren. Womit technologischer Fortschritt, Mensch und Natur wieder in Gleichklang gebracht würden und die ganze Diskussion um die Schädlichkeit des Mobilfunks ein Ende finden könnte.

5G-Mobilfunkmasten_Buch_Maik Lindner

Doch welche Technologie könnte das sein? Dazu, liebe LeserInnen, schreibe ich bereits etwas in meinem Buch „5G-Mobilfunknetze“ und möchte ich später – in einem neuen Buchprojekt – noch ein paar Worte äußern. Weil es dort, wo es Fragen gibt auch Antworten geben muss.

Herzlichst Maik Lindner

Im Herbst 2020 erschien Maik Lindners auch für den Laien gut verständliches Sachbuch − „5G-Mobilfunknetze“, das als umfassend recherchiertes Standardwerk zum Thema 5G und Mobilfunk gilt und neue Perspektiven aufzeigt.

Quellen

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Hinweis: Der Artikel gibt die Meinung des Autoren wieder, stellt aber nicht notwendigerweise den Standpunkt der Waveguard GmbH dar.

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Maik Lindner

Maik Lindner

Maik Lindner, geb. 1968, beschäftigt sich seit 25 Jahren mit alternativen Entwicklungen und Tendenzen in Gesellschaft, Technik, Zukunft und Leben. Oder erforscht philosophische Gedanken zum Menschsein und seinen Potentialen. Er lebt im Großraum München, arbeitet im sozialen Bereich und schreibt Bücher zu verschiedenen Themen.

1 Kommentar zu „5G-Satelliten − Wahnsinn oder Wunder im Erdorbit?“

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