5G − Ist die Gesundheit Ihrer Familie in Gefahr?

5G − Ist die Gesundheit Ihrer Familie in Gefahr?

Ist die Gesundheit Ihrer Familie durch den Netzausbau der 5. Mobilfunkgeneration in Gefahr? Diese Frage wird in den Medien und der Forschung kritisch diskutiert. In unserem Artikel möchten wir Ihnen helfen, die wichtigsten Fragen rundum das Thema 5G & Gesundheit klar zu verstehen.

  • Was ist 5G und weshalb müssen wir darüber sprechen?
  • Gibt es irgendwelche gesundheitlichen Risiken, derer wir uns bewusst sein sollten?
  • Was können Sie persönlich hinsichtlich 5G unternehmen?

Was ist 5G?

Begriffserklärung

5G ist die fünfte Generation drahtloser Netzwerke. Seit dem Mobilfunknetz-Ausbau von der ersten (1G) zur dritten und vierten Generation (4G) sind Sie im Stande, mit Ihrem Mobiltelefon nicht nur Anrufe zu tätigen, sondern auch Texte und Bilder zu versenden, Daten herunterzuladen und im Internet zu surfen – und zwar schneller als je zuvor. 5G geht noch darüber hinaus.

Die Telekommunikationsbranche versucht uns davon zu überzeugen, dass 5G uns näher zusammenbringen wird, uns die Möglichkeit der vollkommenen Vernetzung bietet und eine Zukunft mit selbstfahrenden Autos und intelligenten („smarten“) Haushaltsgeräten bescheren wird. Mit Datentransfer- und Reaktionsgeschwindigkeiten, die nahezu 1.000 Prozent höher sind als bei 4G, sind wir auch Zeuge einer Transformation der Erziehung und Ausbildung unserer Kinder.

Netzausbau

Deutschland

Deutschland zielt darauf ab, bis zum Jahre 2025 einen vollständigen Ausbau des 5G-Netzes zu erreichen. Dafür hat die Deutsche Telekom bereits im März 2019 mit der Einführung des ersten 5G-Netzwerks begonnen. Gegenwärtig gibt es in Deutschland 215.619 Mobilfunkmasten (nach Cellmapper, einem Kartierungsdienst, der alle Mobilfunkmasten und ihre Reichweite/Netzabdeckung grafisch darstellt), 5G jedoch noch ausgenommen. Allein im Jahre 2019 werden zu dieser Zahl noch 300 5G-Mobilfunkmasten hinzukommen.

Laut Bytom-Präsident Achim Berg sind diese Zahlen noch untertrieben: „Deutschland braucht 800.000 Funkmasten, um 98 Prozent der Haushalte mit 5G zu versorgen. Deutschland müsste im Abstand von je einem Kilometer mit Funkmasten gespickt und schachbrettmusterartig aufgebaggert oder aufgefräst werden. Dagegen entstehen jetzt schon die ersten Bürgerinitiativen.“

Schweiz

Im April 2019 führte die Swisscom das erste einsatzbereite 5G-Netzwerk in der Schweiz ein. Außerdem wird davon ausgegangen, dass noch vor Ende des Jahres der vollständige Ausbau und damit eine volle 5G-Netzabdeckung erreicht sein wird.

USA

Die USA verfolgt den sogenannten „5G FAST Plan“, um zum Marktführer bei der 5G-Technologie aufzusteigen. Acht Mobilfunknetzbetreiber, darunter Verizon, T-Mobile und AT&T, bieten bereits mobile 5G-Services in ausgewählten Städten des Landes an. Spannend, nicht wahr?

Es war in den 1940er- und 50er-Jahren, als die Tabak- und Zigarettenindustrie „hervorragende Arbeit“ dabei leistete, uns mit cleveren Marketingtechniken davon zu überzeugen, dass Zigaretten vollkommen unschädlich für unsere Gesundheit seien. Doch viele verlorene Leben später sahen wir anhand der sprunghaft gestiegenen Zahlen an Lungenkrebspatienten, dass wir alle falsch lagen. Könnte es sein, dass die Geschichte sich wiederholt?

Der „International EMF Scientist Appeal“ (Aufruf von wissenschaftlichen Experten im Bereich EMF zur Erhöhung des Schutzes gegen EMF-Strahlung)

Am 15. Juni 2019 unterzeichneten 248 EMF-Wissenschaftler aus 42 Nationen den „International EMF Scientist Appeal“, den Aufruf zur Erhöhung des Schutzes gegen EMF-Strahlung. Außerdem wandten sie sich an die Vereinten Nationen (UN) sowie deren Unterorganisationen, die WHO (Weltgesundheitsorganisation), das UNEP (Umweltprogramm der UN) und alle Mitgliedsstaaten der UN, um für eine Erhöhung des Gesundheitsschutzes gegen EMF-Strahlenbelastung zu plädieren. Dabei äußerten sie in einhelliger Weise ihre Bedenken hinsichtlich der globalen Gesundheitskrise, die durch die immer weiter anwachsende Umweltbelastung durch elektrische Geräte und Drahtlos-Infrastrukturen herbeigeführt wurde. Der im letzten Jahr verstorbene EMF-Experte Dr. Martin Blank (1933−2018), der den Aufruf erstmals im Jahre 2015 ankündigte, sagte im Namen der Mitunterzeichner des Aufrufs:

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Andere Organisationen wie etwa der Environental Health Trust oder die Physician’s Health Initiative for Radiation Protection (PHIRE, Ärzteinitiative zum Schutz der Gesundheit vor Strahlenbelastungen) zogen nach. Denn sie warnen uns ebenfalls vor den schädlichen Auswirkungen und Risiken von EMFs, einschließlich 5G.

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4G versus 5G

Das 5G-Netzwerk wird alles nutzen, was auch schon im 4G-Netzwerk verfügbar war. Doch das ist noch nicht alles:

  1. Es wird in zusätzlichen Frequenzbereichen betrieben werden, einschließlich sehr hochfrequenter Millimeterwellen (20−300 Gigahertz), mit einer anderen Art der Modulation, einer höheren Amplitude und Hochgeschwindigkeits-Datenimpulsen.
  2. Es bedarf kleinerer Antennen mit einer höheren Dichte von Mobilfunkmasten (Masten im Abstand von 100 Metern bis zu mehreren Kilometern), um eine bessere Netzabdeckung zu gewährleisten.
  3. Ein 4G-Mobilfunkmast unterstützt zurzeit etwa 2.000 Mobilfunkgeräte, wobei es mitunter zu einigen Verzögerungen bei der Datenübertragung kommen kann. Ein 5G-Mobilfunkmast wird mehr als eine Million angeschlossene Geräte pro Quadratkilometer unterstützen können, wobei die Verzögerungen bei der Datenübertragung vernachlässigbar sind.

Mit diesen neuen „Extras“ können wir uns einer Sache sicher sein: eine höhere Strahlenbelastung für alle Lebewesen.

5G: 10 Risikofaktoren, die Sie kennen sollten

Wenn Ihnen Ihre Gesundheit und die Ihrer Liebsten am Herzen liegen, sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass auch 5G mit erheblichen gesundheitlichen Risiken einhergeht:

  1. Denn Radiofrequenzen (RF oder EMFs) können ernsthafte schädliche Auswirkungen auf den biologischen Organismus haben. Dazu gehören unter anderem die Entstehung von Krebs, Störungen des Nervensystems oder Schädigung der Fortpflanzungsorgane. Die WHO hatte bereits im Jahre 2011 RF als potenzielles menschliches Karzinogen der Klasse 2B eingestuft (siehe dazu den Blog-Artikel „Wie EMFs die Gesundheit von Kindern beeinträchtigen“).
  2. Kinder, Schwangere und Ältere sind dabei stärker gefährdet (siehe Artikel).
  3. Außerdem können Ihre Haustiere als auch Wildtiere ebenso von der Strahlenbelastung betroffen sein wie Menschen.
  4. Solide wissenschaftliche Forschungsergebnisse im Bereich hochfrequenter Millimeterwellen, wie sie von 5G genutzt werden, sind jedoch nicht vorhanden. Die Ärzteinitiative PHIRE kommt zu dem Schluss, dass es Belege für eine biologische Schädigung von Mensch und Tier gibt, einschließlich Insekten und Pflanzen.
  5. Eine höhere Anzahl von Mobilfunkmasten und -sendern in der Nähe von Wohngebieten bedeutet folglich eine höhere Strahlenbelastung.
  6. Wenn Ihr Kind hier und jetzt von einer „Suppe“ hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung bombardiert wird, könnten sich somit die Langzeitschäden dieser Strahlenbelastung erst in etwa 20 bis 30 Jahren äußern – wenn es bereits zu spät ist, gegenzusteuern.
  7. Die höherfrequenten Millimeterwellen werden von der Hautoberfläche am stärksten absorbiert. Dies kann gesundheitliche Auswirkungen auf menschliche Organe wie die Haut, die Augen und die Hoden haben.
  8. Verantwortlichen Institutionen haben Ihnen, der Person der Öffentlichkeit, keine Wahlmöglichkeit eingeräumt, die Sie vor den Auswirkungen der Belastung durch hochfrequente EMF-Strahlung in irgendeiner Weise schützen könnte (siehe www.5Gappeal.eu).
  9. Es existieren weiterhin keine Sicherheitsgrenzwerte, die Sie gegen die nicht-thermischen Auswirkungen von EMFs schützen würden.
  10. Zudem sind gegenwärtige Sicherheitsgrenzwerte für die Absorptionsraten von EMFs realitätsfern. Darüber hinaus reflektieren sie nicht die Art und Weise, wie wir unsere Mobiltelefone benutzen (lesen Sie dazu unsere Blog-Artikel „Was ist die spezifische Absorptionsrate (SAR) bei Mobiltelefonen?“ und „Mikrowellenemissionen von Mobiltelefonen überschreiten Sicherheitsgrenzwerte“).

Was können Sie selbst hinsichtlich 5G tun?

Wenn Sie hinsichtlich EMFs und 5G Bedenken haben, haben Sie drei Optionen:

  1. Erhöhen Sie in Ihrer Gemeinde das Bewusstsein für diese Problematik und teilen Sie diesen Artikel auf breiter Basis.
  2. Schließen Sie sich der 5G-Diskussion an und nutzen Sie folgende unabhängige Quellen zur Weiterbildung:
    • Appel-de-paris.com
    • 5Gappeal.eu
    • Bioinitiative.org
    • Ehtrust.org
    • Emfcall.org
    • Emfscientist.org
    • Mdsafetech.org
    • Orsaa.org
    • Phiremedical.org
    • Radiationresearch.org
    • Saferemr.com
    • Wirelessriskassessment.org
  1. Lesen Sie unsere Tipps zur allgemeinen Begrenzung der Strahlenbelastung, die Sie in einigen unserer Blog-Artikel finden können.

Quellen

Autorin

Veronika Appleford Divincova, Forschungsassistentin bei Waveguard.

Ich glaube, dass wir mit mehr Wissen und Verständnis bessere Entscheidungen im Leben treffen können.

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